Deutsch-Französischer Medienpreis für Ehepaar Klarsfeld

Beate und Serge Klarsfeld vor ihrem Büro.

Deutsch-Französischer Medienpreis für Ehepaar Klarsfeld

  • Deutsch-Französischer Medienpreis verliehen
  • Laschet zeichnet Ehepaar Klarsfeld aus
  • Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus

Das Ehepaar Beate und Serge Klarsfeld ist am Mittwoch (03.07.2919) von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet mit dem Deutsch-Franzözischen Medienpreis 2019 ausgezeichnet worden. Sie setzen sich seit mehr als 50 Jahren für die Erinnerung an den Holocaust, für die Strafverfolgung von NS-Verbrechern und gegen Antisemitismus ein.

"Beate und Serge Klarsfeld haben wachgerüttelt, als viele schweigen und vergessen wollten. Sie haben Finger in Wunden gelegt und verkörpern dadurch bis heute beispielhaft die Wächterfunktion von Journalismus. In Zeiten, in denen die Sorgen vor Populismus und Manipulation sowie vor Einschränkung der Pressefreiheit wachsen, erhält diese Rolle umso mehr Bedeutung", sagte Laschet im Rahmen der Festveranstaltung bei Radio France in Paris.

Klarsfeld ohrfeigte Kanzler Kiesinger

Beate Klarsfeld wurde 1968 bekannt, weil sie den damaligen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger (CDU) wegen dessen Verstrickung in das NS-Regime geohrfeigt hatte. Später machte sie mit ihrem Mann die Aufenthaltsorte von NS-Verbrechern ausfindig und sorgte dafür, dass diese sich vor Gericht verantworten mussten. Außerdem gab das Ehepaar eine Dokumentation mit den Namen aller 80.000 aus Frankreich deportierten Juden heraus.

Der Große Deutsch-Französische Medienpreis wird seit 1983 jährlich an Organisationen oder Personen verliehen, die sich für die deutsch-französische und europäische Verständigung eingesetzt haben.

Den Naziverbrechern auf der Spur 03:51 Min. Verfügbar bis 26.10.2020

Stand: 03.07.2019, 18:14