Autorin Liebmann beklagt Umgang mit Kultur in Corona-Zeiten

Irina Liebmann

Autorin Liebmann beklagt Umgang mit Kultur in Corona-Zeiten

Die Schriftstellerin Irina Liebmann hat den Umgang mit der Kultur in Deutschland in Corona-Zeiten beklagt.

Zur Eröffnung der Uwe-Johnson-Literaturtage in Neubrandenburg sagte sie, der sofortige Verzicht auf die gesamte Kultur 2020 sei nicht nötig gewesen. Sie nehme Deutschland als äußerst gespaltenes Land wahr: Es werde in gesund oder krank, in geimpft oder ungeimpft eingeteilt. In solchen Zeiten zu schreiben oder zu malen, sei sehr schwierig. Liebmann kritisierte außerdem, dass die russische Kultur seit langem aus dem Kreis der Kultur Europas ausgeschlossen sei. Die 78-Jährige hatte im vergangenen Jahr für ihren Roman "Die Große Hamburger Straße" den Uwe-Johnson-Hauptpreis erhalten.

Stand: 21.09.2021, 09:00