"Hüterin der Beutekunst" gestorben

Die russische Kunstwissenschaftlerin Irina Antonowa, Präsidentin des Puschkin-Museums in Moskau und «Hüterin der Beutekunst»

"Hüterin der Beutekunst" gestorben

Die Präsidentin des Puschkin-Museums in Moskau und sogenannte "Hüterin der Beutekunst" ist tot.

Irina Antonowa starb im Alter von 98 Jahren in Moskau. Antonowa hatte das Puschkin-Museum 52 Jahre lang geleitet, war nach ihrem Rückzug aber noch weiter Präsidentin. In Deutschland war sie als resolute Hüterin jener Kunstschätze bekannt, die Sowjetsoldaten nach dem Zweiten Weltkrieg nach Moskau brachten. Die "Beute" wertete sie als Entschädigung für Kriegsverluste, die auf das Konto der Nazis gingen. Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, würdigte Antonowa als eine der eindrucksvollsten Persönlichkeiten der russischen Museumswelt.

Zum Tod der Kunsthistorikerin Irina Antonowa

WDR 5 Scala - aktuelle Kultur 02.12.2020 06:07 Min. Verfügbar bis 02.12.2021 WDR 5


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Stand: 01.12.2020, 15:03