Eine Hand durchsucht Akten mit der Aufschrift "Recherchen zum Vorbesitzer".

1,6 Millionen Euro für Forschung zu kolonialen Kontexten

Stand: 25.05.2022, 15:25 Uhr

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste fördert neun Forschungsprojekte zu kolonialen Kontexten mit 1,6 Millionen Euro.

Wie das Zentrum am Mittwoch in Magdeburg ankündigte, soll mit dem Geld zum Beispiel eine samische Sammlung in Berlin aufgearbeitet werden. Auch koloniales Sammlungsgut in Kunstmuseen und Künstlernachlässen soll beleuchtet werden.

So erforscht die Universität zu Köln die Provenienz von Artefakten aus den Sammlungen der sogenannten Brücke-Künstler wie Emil Nolde und Max Pechstein. Wie es hieß, soll so "ein Bewusstsein dafür entstehen, dass nicht nur in ethnologischen Museen, sondern auch in Kunstsammlungen tausende von Objekten aus kolonialen Kontexten lagern, deren Herkunft ungeklärt ist."