Fenster aus Notre Dame werden in Köln restauriert

Glasmalerei Notre-Dame de Paris

Fenster aus Notre Dame werden in Köln restauriert

Vier Fenster aus der schwer beschädigten Pariser Kathedrale Notre Dame werden ab 2022 in Köln restauriert.

Die Fenster sollen nach gut eineinhalb Jahren Restaurierungszeit im Mai 2023 wieder in Paris eingebaut werden, so die frühere Kölner Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner, die die deutsche Hilfe beim Wiederaufbau koordiniert. Die Dombauhütte in Köln sei bei der Glasrestaurierung in Deutschland führend.

Der Glasmaler Jacques Le Chevallier hatte die vier Fenster 1965 gestaltet. Sie bestehen insgesamt aus rund 300 Einzelscheiben, die jetzt alle einzeln begutachtet, gesäubert und gegebenenfalls repariert werden.

Fenster durch den Brand 2019 beschädigt

Die Fenster waren bei dem Brand im Jahr 2019 stark beschädigt worden. Durch die starke Hitze des Feuers ist das Glas der Fenster an einigen Stellen gesprungen. Außerdem hat sich Bleistaub abgesetzt, der sich beim Brand des aus Blei bestehenden Daches gebildet hatte.

Bleistaub ist potentielle Gesundheitsgefahr

Den Bleistaub zu entfernen ist nicht ganz einfach. Da von dem Blei eine potentielle Gesundheitsgefahr ausgehen kann, werden die Kisten außerhalb der Kölner Glaswerkstatt geöffnet und dekontaminiert. Die Restauratoren müssen möglicherweise sogar mit speziellen Unterdruckmasken arbeiten.

Die Kathedrale Notre Dame war 2019 durch einen Brand schwer beschädigt worden. In Deutschland wurden für den Wiederaufbau 500.000 Euro gespendet, weitere 200.000 Euro hatte der Zentral-Dombau-Verein in Köln gesammelt.

Stand: 25.10.2021, 15:30