Experte kritisiert Unesco als zu eurozentristisch

UNSECO-Logo auf schwarzem Hintergrund.

Experte kritisiert Unesco als zu eurozentristisch

Nur etwa neun Prozent der Welterbestätten liegen in Afrika - Kritiker sehen darin einen Ausdruck von Eurozentrismus.

Der kenianische Archäologe George Abungu erinnerte im Interview mit der Deutschen Welle daran, dass es hauptsächlich weiße Männer waren, die die Konvention zum Schutz von Kulturstätten auf den Weg gebracht haben.

Abungu mahnte aber auch an, dass es in Afrika an politischem Willen fehle, das Kultur- und Naturerbe zu erhalten. Hauptgrund dafür sei, dass die Länder befürchteten, die Auflagen durch einen Welterbe-Titel könnten Entwicklungsprojekte gefährden.

Fast die Hälfte der Welterbestätten liegt in Euopa. Bei der letzten Sitzung der Unesco wurden zwei afrikanische Orte zum Welterbe ernannt. Dem gegenüber stehen 16 Kandidaten aus Europa.

Stand: 03.08.2021, 15:13