Interims-Geschäftsführer lehnt Abbruch der Documenta ab

Stand: 29.07.2022, 17:23 Uhr

Für den Interims-Geschäftsführer der Documenta, Alexander Farenholtz, kommt ein Abbruch der Kunstausstellung nach den neuerlichen Antisemitismus-Vorwürfen nicht in Frage.

Auch eine systematische Prüfung aller verbliebenen Werke lehnt der 68-Jährige weiterhin ab. Er erklärte, es bestehe kein Generalverdacht gegen die Documenta und daher auch keine Veranlassung für eine generelle Prüfung.

Zu den jetzt kritisierten Darstellungen bereite die künstlerische Leitung einen Text als Erläuterung vor, der der Ausstellung zugefügt werde. Eine Entfernung der Zeichnungen sei laut Farenholtz nicht angezeigt. Entsprechende Forderungen waren in den vergangenen Tagen laut geworden, nachdem auf der Ausstellung erneut Arbeiten mit antisemitischer Bildsprache entdeckt worden waren.