Die beiden Vertreter des indonesischen Künstlerkollektivs ruangrupa, Farid Rakun (l) und Ade Darmawan, das die Kasseler documenta im Jahr 2022 kuratieren wird

Documenta: Kuratoren weisen neue Vorwürfe zurück

Stand: 04.08.2022, 09:01 Uhr

Das Kuratoren-Kollektiv der Documenta hat die jüngsten Antisemitismus-Vorwürfe zurückgewiesen.

Die Bilder der Broschüre "Présence des Femmes" seien "eindeutig nicht antisemitisch", teilte die indonesische Künstlergruppe Ruangrupa mit. Die neuen Vorwürfe seien eine "Fehlinterpretation". Die ausgestellte algerische Broschüre von 1988 zeigt roboterartige Soldaten mit entblößten Zähnen und Davidsternen. Es handele sich nicht um abstrakte Darstellungen von Menschen jüdischen Glaubens, so Ruangrupa. Die Zeichnungen seien Propagandakunst der damaligen Zeit, die den Standpunkt der Palästinenserinnen und Palästinenser gegenüber der isarelischen Besatzung ausdrückten.