Dr. Sabine Schormann, Generaldirektorin der documenta und Museum Fridericianum GmbH

Kritik am Organisationsteam der Documenta

Stand: 22.06.2022, 08:00 Uhr

Das Organisationsteam der Kasseler Documenta steht wegen des umstrittenen Banners mit antisemitischen Abbildungen weiterhin in der Kritik.

Der Gründungsdirektor des Kasseler Documenta-Instituts, Heinz Bude, sieht die Marke Documenta schwer beschädigt und forderte Konsequenzen. Er verurteilte die Generaldirektorin Sabine Schormann für ihren Umgang mit dem Banner. Kulturstaatsministerin Claudia Roth kündigte am Dienstagabend (21.06.2022) eine Aufarbeitung des Falles an. Zudem müssten die Verantwortlichen sicherstellen, dass auf der Kunstausstellung nicht weitere eindeutig antisemitische Bildelemente gezeigt würden. Der Exekutiv-Vizepräsident des Auschwitz Komitees, Christoph Heubner, rief zum Dialog mit den Künstlern auf. Es sei höchste Zeit zu hören, aus welcher Weltsicht diese Bilder entstanden sind. Zudem müsse seitens der Documenta darüber aufgeklärt werden, warum diese Bilder in Deutschland auf Widerstand und Ablehung stoßen.

Das umstrittene Werk des indonesischen Künsterkollektivs Taring Padi war nach heftiger Kritik am Dienstagabend (21.06.2022) abgebaut worden.

Documenta: Auschwitz-Komitee wirbt für mehr Dialog

WDR 3 Mosaik 22.06.2022 07:36 Min. Verfügbar bis 22.06.2023 WDR 3


Download