Tief im Boden eingelassen wird im neuen Kelten- und Römermuseum in Manching bei Ingolstadt der keltische Goldschatz ausgestellt.

Goldschatz: Einbruch dauerte nur neun Minuten

Stand: 23.11.2022, 15:49 Uhr

Der Einbruch in das Kelten Römer Museum im oberbayerischen Manching hat am frühen Dienstagmorgen (22.11.2022) nur neun Minuten gedauert.

Das gab der Vizepräsident des Landeskriminalamtes, Guido Limmer, am Mittwoch (23.11.2022) bekannt. Bei dem Einbruch war ein wertvoller Goldschatz gestohlen worden, der mehrere Millionen Euro wert ist. Die Ermittler:innen prüfen, ob es Zusammenhänge zu dem spektakulären Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe in Dresden und dem Münzdiebstahl aus dem Bode-Museum in Berlin gibt. Laut dem LKA gebe es Parallelen.

Die Vitrine mit fast 500 Goldmünzen sei gezielt aufgebrochen und das Gold komplett entwendet worden. Das LKA geht von einem Schaden von mehreren Millionen Euro aus. Außerdem befürchtet die Polizei, dass die Diebe die Münzen einschmelzen und für den Goldwert veräußern könnten. Ansonsten lasse sich der Schatz nur schwer verkaufen.

Kurz vor dem Einbruch fiel Dienstagnacht (22.11.2022) in Manching das Telefonnetz, das Internet und die Alarmanlage des Museums aus. Die Ermittler:innen gehen von einem Zusammenhang und einem Sabotageakt aus. Für die Ermittlungen wurde eine 20-köpfige Sonderkomission gegründet.

Die Münzen gelten laut dem Kelten-Römer-Museum als größter keltischer Goldfund des 20. Jahrhunderts. Sie waren im Sommer 1999 bei Grabungen freigelegt worden. 

Goldraub in Bayern: Kunstdiebstähle in Europa

WDR 3 Resonanzen 23.11.2022 08:22 Min. Verfügbar bis 23.11.2023 WDR 3


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