Weiteres Bild aus Gurlitt-Sammlung als NS-Raubkunst identifiziert

Das Bild "Quai de Clichy, 1887" des Künstlers Paul Signac

Weiteres Bild aus Gurlitt-Sammlung als NS-Raubkunst identifiziert

Aus der Sammlung Gurlitt ist ein weiteres Bild als NS-Raubkunst identifiziert worden. Dabei handelt es sich um das Werk Quai de Clichy von Paul Signac.

Man sei zuversichtlich, dass das Gemälde zügig an die Nachkommen eines Opfers nationalsozialistischer Verfolgung zurückgegeben werden könne, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Sechs weitere Raubkunstfälle waren bisher aus dem Bestand Cornelius Gurlitt bekannt.

Im November 2013 war bekannt geworden, dass aus der Schwabinger Wohnung von Cornelius Gurlitt mehr als 1.200 Kunstwerke beschlagnahmt worden waren. Gurlitts Vater Hildebrandt arbeitete als Kunsthändler unter den Nationalsozialisten. Von dem Gemälde Quai de Clichy weiß man, dass es 1940 südlich von Paris von deutschen Soldaten entwendet wurde. Es gehörte zur Kunstsammlung des jüdischen Immobilienmaklers Gaston Prosper Levy. Über den französischen Kunstmarkt war das Gemälde damals in den Besitz von Hildebrand Gurlitt gelangt.

Stand: 14.03.2019, 16:43