Appell von Christchurch

Emmanuel Macron und Jacinda Ardern beim Appell von Christchurch.

Appell von Christchurch

Keine Live-Streams von Gewalttaten mehr im Netz - das soll der "Appell von Christchurch" erreichen.

Bei dem Amoklauf auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch im März hatte der Attentäter seine Taten via Facebook gestreamt. Vor laufender Helmkamera erschoss er dabei 51 Menschen. Wie solche Gewalt-Streams künftig verhindert werden können - darüber haben unter anderem Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron und die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern beraten.

Bei der Konferenz in Paris waren auch Vertreter aus EU, Großbritannien, Kanada, Norwegen, Jordanien und dem Senegal. Ardern rief vor allem die großen Internet-Konzerne auf, mehr gegen Hass im Netz zu unternehmen. Facebook hatte härtere Regeln angekündigt. Nutzer, die zum Beispiel links zu Terrorgruppen weiterleiten, sollen die Streaming-Funktion eine bestimmte Zeitlang nicht nutzen dürfen. Außerdem will das Unternehmen mehr Geld in gezielte Forschung stecken, um Gewaltvideos schnell zu identifizieren.

Stand: 15.05.2019, 16:02