Bremer Übersee-Museum prüft Benin-Bronzen

Raubkunst aus 1897: Benin Bronze im Linden Museum, Stuttgart

Bremer Übersee-Museum prüft Benin-Bronzen

Ein weiteres Museum lässt die Herkunft von Benin-Bronzen in seiner Sammlung untersuchen.

Das Bremer Übersee-Museum teilte mit, es wolle klären, ob die 18 Objekte geraubt worden seien, um so den Weg für eine potenzielle Rückgabe freizumachen. Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg fördert die Recherche. Die Ergebnisse sollen in der zentralen Datenbank "Digital Benin" veröffentlicht werden.

1897 hatte Großbritannien das Königreich Benin im heutigen Nigeria überfallen und den Königspalast geplündert. Die Bronzen wurden auf britische Museen verteilt oder versteigert. Im Oktober haben Nigeria und Deutschland eine Museumskooperation unterzeichnet, in der auch die Rückgabe von Benin-Bronzen aus deutschen Museen ab 2022 festgehalten wurde.

Stand: 24.11.2021, 16:27