Blaudruck jetzt offiziell Immaterielles Kulturerbe

Eine Blaudruckerin druckt mit einemModel Textilien in ihrer Werkstatt

Blaudruck jetzt offiziell Immaterielles Kulturerbe

Blaudrucker gibt es noch im Münsterland, aber auch in Österreich, Tschechien, der Slowakei und Ungarn: Jetzt gehört die jahrhundertealte Kunst des Blaudrucks offiziell zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit.

In Berlin nahmen Blaudruckerinnen und Blaudrucker aus Deutschland am Dienstagabend (04.06.2019) die entsprechende Urkunde der Unesco entgegen.

Nur eine Handvoll von Handwerksbetrieben beherrscht noch den Blaudruck. Dabei wird Stoff gefärbt, traditionell in indigoblau. Mit einer farbabweisenden Masse, dem Papp, drucken die Blaudrucker vor dem Färben Motive auf den Stoff – und diese Stellen bleiben weiß. So entsteht die charakteristische Musterung.

Die Unesco hatte den Blaudruck im November vergangenen Jahres auf einen gemeinsamen Vorschlag von Deutschland, Österreich, Ungarn, Tschechien und der Slowakei in die Kulturerbe-Liste aufgenommen. Jetzt steht der Blaudruck in einer Reihe mit Traditionen wie indischem Yoga, der Pizza aus Neapel oder dem Tag der Toten in Mexiko.

Blaudruck aus Nottuln als Weltkulturerbe Lokalzeit Münsterland 26.11.2018 02:38 Min. Verfügbar bis 26.11.2019 WDR Von Rolf Heutmann

Stand: 04.06.2019, 19:12