Zentrum fördert Herkunftsforschung für Benin-Bronzen

 Drei Raubkunst-Bronzen aus dem Land Benin in Westafrika sind im Museum für Kunst und Gewerbe (MKG) in einer Vitrine ausgestellt.

Zentrum fördert Herkunftsforschung für Benin-Bronzen

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste stellt Geld bereit, um die Herkunft der sogenannten Benin-Bronzen zu erforschen.

Das Angebot richtet sich vor allem an kleinere Einrichtungen, die die Herkunft ihrer Ausstellungsstücke erforschen wollten. Auch sie besäßen Kulturgüter, die möglicherweise auf Beschlagnahmungen und Plünderungen im Königspalast in Benin City 1897 zurückgehen. Das Zentrum stellt ihnen bis zu 25.000 Euro für eine Projektdauer von bis zu sechs Monaten zur Verfügung. Eigene Mittel müssten die Einrichtungen, die über solche Objekte verfügen, dafür nicht bereitstellen. Die "Kontaktstelle für Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in Deutschland" soll bis zum 15. Juni eine Aufstellung aller Benin-Bronzen veröffentlichen, die im Besitz von Museen der "Benin Dialogue Group" sind.

Stand: 11.05.2021, 15:49