60-Millionen-Bau für Vertriebene

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Um- und Ausbau abgeschlossen

60-Millionen-Bau für Vertriebene

Der Neu- und Umbau für die Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin ist fertig.

Das Gebäude soll im Februar 2020 an die Stiftung übergeben werden. Der Umbau hat rund 60 Millionen Euro gekostet. Bis zum Frühjahr 2021 will die Stiftung dann ihre neue Dauerausstellung realisieren.

Um den Zuschnitt der Ausstellung hatte es lange Debatten gegeben. Vor allem in Polen gab es Befürchtungen, Deutsche könnten sich selbst zu Opfern machen und von der eigenen Schuld während der Zeit des Nationalsozialismus ablenken. Das aktuelle Konzept sieht vor, die Vertreibung der Deutschen aus den Ländern östlich von Oder und Neiße nach dem Zweiten Weltkrieg in einen größeren historischen Zusammenhang zu stellen. Auch soll es einen ausdrücklichen Bezug zur Gegenwart geben.

Das Ende der 20er Jahre als Vergnügungszentrum errichtete Gebäude war in den 60er Jahren wiederaufgebaut worden. Noch ist unklar, ob es weiter die Bezeichnung "Deutschlandhaus" tragen soll.

Stand: 28.08.2019, 15:56