Leiter der Staatlichen Ballettschule Berlin freigestellt

In einem Ballettsaal im Neubau der Staatlichen Ballettschule und Schule für Artistik in Berlin trainieren junge Mädchen.

Leiter der Staatlichen Ballettschule Berlin freigestellt

Nach anonymen Vorwürfen sind beide Leiter der Staatlichen Ballettschule Berlin freigestellt worden.

Der Schulleiter Ralf Stabel und der künstlerische Leiter Gregor Seyffert haben das selbst der Deutschen Presse-Agentur bestätigt. Die anonymen Vorwürfe wurden nach Angaben des Berliner Senats im September 2019 online erhoben. Außerdem sei Anfang des Jahres ein Dossier mit Beschuldigungen, aber ohne Quellenangaben beim Senat eingegangen.

Die Schüler-Vertretung sagte Ende Januar dann, Schülerinnen und Schüler würden zum Teil extrem unter Druck gesetzt, müssten anzügliche Kommentare, Beleidigungen und Demütigungen über sich ergehen lassen. Die Schule habe auf Essstörungen und Selbstverletzungen nicht ausreichend reagiert. Der Senat hat eine Untersuchungs-Kommission eingerichtet. Sie soll jetzt klären, ob das seelische und körperliche Wohl von Ballettschülerinnen und -schülern beeinträchtigt war. Stabel und Seyffert weisen die Vorwürfe zurück. An der Staatlichen Ballettschule werden rund 300 Schülerinnen und Schüler zwischen zehn und 19 Jahren in Tanz und Artistik ausgebildet.

Stand: 18.02.2020, 10:05