Ausstellung zur Wannsee-Konferenz geändert

Ehemalige SS-Villa und heutige Gedenk- und Bildungsstätte "Haus der Wannsee-Konferenz" in Berlin, in der 1942 die Konferenz zur "Endlösung der Judenfrage" stattfand

Ausstellung zur Wannsee-Konferenz geändert

Die Gedenkstätte zur Wannsee-Konferenz in Berlin hat nach kritischen Nachfragen einen Teil ihrer neuen Dauerausstellung geändert.

Das teilte der Direktor der Gedenkstätte, Hans-Christian Jasch am Freitag (17.01.2020) mit. Eine Station, bei der die Besucher aufgefordert werden, über Lehren aus der Verfolgung der Juden nachzudenken, wird so nicht in Betrieb genommen. An der Station war unter anderem eine Verbotstafel für junge, männliche Flüchtlinge vor einem Schwimmbad aus dem Sommer 2016 zu sehen. Sie wurde in Beziehung zur Vertreibung der Juden aus dem öffentlichen Leben gesetzt.

Die Zeichnung des Publikumsandrangs vor einem Laden für Billigkleidung wiederum wurde mit dem Verkauf von Besitz deportierter Juden in der NS-Zeit verbunden.

Stand: 17.01.2020, 14:15