Umstrittene Auktion mit afrikanischen Artefakten

Zwei Auktionshammer auf dem Pult des Auktionshauses Christie's

Umstrittene Auktion mit afrikanischen Artefakten

Das Auktionshaus Christie´s hat am Montag (29.06.2020) in Paris eine umstrittende Auktion mit afrikanischer Kunst und Artefakten veranstaltet.

Dagegen hatte Nigerias Kommission für Museen und Denkmäler im Vorfeld protestiert. Die Gegenstände seien im Biafra-Krieg Ende der 60er-Jahre gestohlen worden, kritisierte der Kunsthistoriker Chika Okeke-Agulu.

In einer Stellungnahme teilte Christie´s dagegen mit, der Verkauf sei rechtmäßig. Die Gegenstände seien bereits vor Jahrzehnten ausgestellt und verkauft worden. Das Auktionshaus erklärte, die komplexe Debatte um kulturelles Eigentum anzuerkennen. Öffentliche Verkäufe solcher Gegenstände solle es aber weiter geben. Damit will Christie´s nach eigenen Angaben den Schwarzmarkt-Handel stoppen.

Stand: 29.06.2020, 18:55