Mehmet Daimagüler

Bundesregierung beruft Antiziganismus-Beauftragten

Stand: 09.03.2022, 15:17 Uhr

Die Bundesregierung hat erstmals einen Beauftragten gegen Antiziganismus eingesetzt.

Das Bundeskabinett berief am Mittwoch (09.03.2022) den Rechtsanwalt Mehmet Daimagüler auf den Posten. Damit will die Bundesregierung ein Signal gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Anfeindung von Sinti und Roma setzen. Zu den Aufgaben des Antiziganismus-Beauftragten gehört unter anderem die Einrichtung einer nationalen Koordinierungsstelle, damit die EU-Strategie zur Unterstützung der Roma umgesetzt werden kann.

Mehmet Daimagüler wurde überregional als Vertreter der Nebenklage im Münchner NSU-Prozess bekannt. Er vertrat zudem Überlebende des Völkermords an den Sinti und Roma bei der Klage gegen ehemalige Angehörige der KZ-Wachmannschaften.