Men in Black: International

Szene aus dem Film "Men in Black: International" -

WDR 2 Kino

Men in Black: International

Von Andrea Burtz

Die "Men in Black" schützen die Erde vor Bösewichten aus den Weiten des Universums. Jetzt haben die Agenten mit einem neuen Problem zu tun: Es gibt einen Maulwurf innerhalb der MIB-Organisation.

In ihrer Kindheit ist Molly (Tessa Thompson) heimlich Zeugin einer “Men In Black” Aktion geworden. Seither will sie zu der Agententruppe, von der niemand etwas weiß. Das clevere Mädchen schafft es schließlich, auf Probe bei der Organisation zu arbeiten und Agent M. zu werden - an der Seite des Schönlings Agent H. (Chris Hemsworth). Gemeinsam sollen sie in London für Ordnung sorgen. Ihr Auftrag führt das Team – ähnlich wie in James Bond Filmen – in die Wüste, auf den Eiffelturm, auf umtriebige Märkte – gefühlt um die ganze Welt. Nach und nach stellt sich heraus, dass es einen Maulwurf in den eigenen Reihen gibt.

Neustart der MIB mit anderen Darstellern

Schwarze Anzüge, Sonnenbrillen und keine Angst vor Aliens: Die “Men in Black” sind wieder da. 22 Jahre nach ihrem ersten Erfolg mit Tommy Lee Jones und Will Smith und zwei Fortsetzungen gibt es jetzt einen Neustart mit anderen Hauptdarstellern. Die weibliche "Man in Black" traut sich auch die Frage zu stellen, warum die gemischte Truppe "Men in Black" heißt und wird von ihrer weiblichen Chefin Agent O. (Emma Thompson in witzigem Kurzauftritt) zurückgewiesen: "Nein, fangen sie nicht damit an, ich hatte das Gespräch! Aber die sind noch nicht so weit!" Die Science Fiction Komödie mischt sich amüsant und wohl dosiert in die aktuelle Debatte von Sichtbarkeit und Gleichberechtigung von Frauen ein.

Solide Unterhaltung

Regisseur F. Gary Gray ("Straight Outta Compton", "Fast and Furious 8") inszeniert Action solide. Der australische Superstar Chris Hemsworth, bekannt als Thor-Darsteller, überzeugt wie schon in "Ghostbusters" durch Charme und Witz. Viele Gags zielen auf den bis in die letzte Faser trainierten Paradekörper von Agent H., der auch weibliche Aliens dahin schmilzen lässt. "Men in Black: International" ist ein solider Film, der gut unterhält. Nicht mehr und nicht weniger.

Der Cameo-Auftritt von Jérôme Boateng gehört zu den wenigen echten Überraschungen. Vieles - ob es seltsame oder niedliche Aliens sind, irre Verfolgungsjagden oder neue Waffen - war irgendwo in einem Star Wars, James Bond oder Guardians of the Galaxy Film bereits zu sehen – auch als Parodie.

Science Fiction Komödie, USA 2019

Regie:
F. Gary Gray ("Fast & Furious 8", "Straight Outta Compton", "The Italian Job – Jagd auf Millionen")

Darsteller: Tessa Thompson ("Creed: Rocky’s Legacy", "Selma", "Thor: Tag der Entscheidung"), Chris Hemsworth ("Thor"“, "Ghostbusters", "Rush – Alles für den Sieg"), Rebecca Ferguson ("Mission: Impossible – Rogue Nation", "Greatest Showman", "Girl on a Train"), Emma Thompson ("Sinn und Sinnlichkeit", "Tatsächlich … Liebe", "Johnny English – Man lebt nur dreimal", "Kindeswohl"), Liam Neeson ("96 Hours", "Schindlers Liste", "Non-Stop", "The Commuter")

Länge: 115 min

Ab 12 Jahren

Kinostart: 13.06.2019

Stand: 13.06.2019, 00:01