Maleficent 2 - Mächte der Finsternis

Maleficent 2 - Mächte der Finsternis

Maleficent 2 - Mächte der Finsternis

Von Andrea Burtz

Eine düster geratene Fortsetzung der Geschichte um Prinzessin Aurora und die dunkle Fee Maleficent – mehr ein Fantasy-Spektakel mit vielen Schlachten als ein Märchenfilm.

Neu im Kino: "Maleficent 2 - Mächte der Finsternis" und "Ich war noch niemals in New York"

WDR 2 Kino 17.10.2019 03:06 Min. Verfügbar bis 16.10.2020 WDR 2

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Prinzessin Aurora (Elle Fanning) mit roten Apfelbäckchen und langem, blonden Haar ist zu einer hübschen Frau herangewachsen. Die menschliche Ziehtochter der rachsüchtigen Fee Maleficent (Angelina Jolie) steht kurz vor der Krönung und vor ihrer Ehe mit Prinz Philipp (Harris Dickinson). Dazu will sie die Welt der magischen Moore verlassen und ins Menschenreich zurückkehren. Auf diese Weise soll auch der Frieden zwischen beiden Gebieten besiegelt werden.  

Fee Maleficent steht ihrer Ziehtochter zunächst geläutert zur Seite. Es ist Auroras Schwiegermutter in spe, Königin Ingrith (Michelle Pfeiffer), die Zwietracht sät. Sie schürt längst vergessen geglaubte Streitigkeiten zwischen Feenreich und Menschenreich. Außerdem kündigt sich eine unheilvolle Macht am Horizont an, die Feen und Menschen bedroht.

Vor fünf Jahren eroberte „Maleficent – Die dunkle Fee“, Disneys Fantasy-Variante von Dornröschen, weltweit das Kino. Jetzt gibt es die Fortsetzung der abenteuerlichen Geschichte, die ihrem Untertitel entsprechend sehr finster geworden ist – mehr Fantasy-Spektakel als Märchenfilm. Anders, als sein Vorgänger ist der Film erst ab zwölf Jahren freigegeben.

Hat man sich an den Anblick der blassen Fee Maleficent mit schwarzen Flügeln, Hörnern und hohen Wangenknochen gewöhnt, treten in der Fortsetzungen noch andere höllische Kreaturen hinzu, die in epischen Schlachten um Gerechtigkeit kämpfen. Königin Ingrith hat ein Mittel entwickeln lassen, das Feen und andere Moorbewohner in Pflanzen verwandelt. Auf der großen Leinwand spritzt während der Kämpfe zwar kein Blut, dennoch spielen sich Schlachten mit Getöse ab und sind auf andere Weise verstörend: Denn es ist traurig anzusehen, wenn niedliche Feenwesen, die kurz vorher noch sangen und tanzten, plötzlich verstummen und zu einer Blume oder einem Baum werden und nicht mehr mit ihren Freunden reden können.

Figuren und ihre Welten sind fantasiereich gestaltet, ein Fest fürs Auge. Und es gibt unzählige bezaubernde Momente, in denen zum Beispiel Feen heimlich um die Farbe von Auroras Kleid streiten – dank Computertechnik wandelt sie sich von einem Augenblick zum nächsten quer durch den Farbkasten. Diese märchenhaft kindlichen Szenen werden jedoch von kriegerischen Auseinandersetzungen überlagert, die sich an ein älteres Publikum richten.

"Maleficent – Mächte der Finsternis" ist wie "Dornröschen meets Herr der Ringe". Wer das erwartet, wird auch von dieser düsteren Fortsetzung verzaubert sein.

Maleficent 2 - Mächte der Finsternis, Fantasy, USA 2019

Regie: Joachim Ronning ("Fluch der Karibik: Salazars Rache", "Kon-Tiki", "Max Manus")

Darsteller: Angelina Jolie ("Maleficent – Die dunkle Fee", "Durchgeknallt", "Der fremde Sohn", "Salt"), Elle Fanning ("Maleficent – Die dunkle Fee", "The Neon Demon", "Somewhere"), Michelle Pfeiffer ("Tage wie dieser", "Gefährliche Liebschaften"), Harris Dickinson ("Matthias et Maxime")

Länge: 119 Minuten

Ab 12 Jahren

Kinostart: 17.10.2019

Stand: 17.10.2019, 00:00