Kirk Douglas mit 103 Jahren gestorben

Kirk Douglas mit 103 Jahren gestorben

Von Ingo Neumayer

Er war einer der letzten Vertreter des "alten Hollywoods" und ein Gigant auf der Leinwand. Nun ist Kirk Douglas gestorben – mit 103 Jahren.

Kirk Douglas

Kirk Douglas' Kindheit ist hart: Der Vater sammelt Lumpen, die Mutter versucht alles, um ihn und seine sechs Schwestern in einem New Yorker Armenviertel durchzubringen. Geboren wird er als Issur Danielowitsch, doch die Familie, die ursprünglich aus Weißrussland stammt, nimmt den leichter verständlichen Namen Demsky an. Doch bevor Izzy Demsky 1941 bei der Marine anheuert, ändert er ein weiteres Mal seinen Namen: Er nennt sich fortan Kirk Douglas.

Kirk Douglas' Kindheit ist hart: Der Vater sammelt Lumpen, die Mutter versucht alles, um ihn und seine sechs Schwestern in einem New Yorker Armenviertel durchzubringen. Geboren wird er als Issur Danielowitsch, doch die Familie, die ursprünglich aus Weißrussland stammt, nimmt den leichter verständlichen Namen Demsky an. Doch bevor Izzy Demsky 1941 bei der Marine anheuert, ändert er ein weiteres Mal seinen Namen: Er nennt sich fortan Kirk Douglas.

Douglas, der zu Schulzeiten ein begabter Ringer ist, geht nach dem Krieg zurück nach New York. Er übernimmt kleine Rollen in Hörspielen, Werbespots und Theaterstücken. Sein Auftreten überzeugt, die Rollen werden schnell größer. Lauren Bacall empfiehlt ihn einem Filmproduzenten, und so hat Kirk Douglas 1946 seinen erste Auftritt in einem Kinofilm: "Die seltsame Liebe der Matha Ivers". Douglas macht Karriere: Ob Western, Drama, Romanze, Krimi – er gibt in allen Rollen eine gute Figur ab.

Das findet auch Brigitte Bardot, die noch ein Teenager ist, als sie 1953 mit Douglas "Akt der Liebe" dreht.

Kirk Douglas blieb auch in seiner Rollenwahl seinen europäischen Wurzeln stets verbunden. Viele seiner Filme drehten sich um Stoffe aus der "alten Welt". Er spielte Odysseus, Kapitän Nemos Steuermann Ned Land und sogar Vincent Van Gogh.

Seine wohl bekannteste Rolle macht ihn endgültig zum Weltstar: 1960 spielt er in dem Monumentalstreifen "Spartacus" einen Sklaven, der im alten Rom einen Aufstand anzettelt. Douglas produziert den Film und geht ungewöhnliche Wege: Er heuert als Regisseur den damals noch recht unbekannten Stanley Kubrick an, das Drehbuch schreibt Dalton Trumbo. Trumbo gilt als "Kommunist" und steht auf einer schwarzen Liste wegen angeblicher "anti-amerikanischer Umtriebe", doch Douglas setzt sich für ihn ein und bezeichnete diesen Moment später als Höhepunkt seiner Karriere.

Wie ging das nochmal mit den Knarren? Selbst John Wayne konnte von Kirk Douglas noch etwas lernen.

Und Johnny Cash sowieso. Denn der ist mehr als froh, als er in "Duell in Mexiko" Douglas mit all seiner schauspielerischen Erfahrung an seiner Seite hat.

Douglas ist ein Filmstar alter Prägung: Er arbeitet viel, und er feiert viel. Partys und Empfänge lässt er selten aus. Hier sieht man ihn und seine Frau Anne mit Mario Adorf bei der Berlinale im Jahr 1975.

Kirk Douglas hat als Schauspieler so gut wie alles erreicht – nur eine Sache nicht: Er ist zwar dreimal nominiert, bekommt aber nie einen Oscar als Bester Schauspieler. Dafür wird er 1996 mit dem Ehren-Oscar für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Verfilmte Familiengeschichte: 2003 kann man den Douglas-Clan groß auf der Leinwand bewundern. In "Es bleibt in der Familie" spielen Kirk, seine Ex-Frau Diana, sein Sohn Michael und sein Enkel Douglas mit.

Wie aus dem Gesicht geschnitten: Sollte Kirk Douglas' Leben einmal verfilmt werden, gibt es eigentlich nur einen, der das übernehmen kann: sein Sohn Michael. Da haben die Maskenbildner kaum etwas zu tun.

Nach der Nachricht von Kirk Douglas Tod am 5. Februar 2020 versammelten sich viele Trauernde an seinem Stern auf dem "Walk of Fame" in Hollywood.

Stand: 06.02.2020, 07:45 Uhr