Melodien voller Esprit und Leichtigkeit: 25. Todestag von Henry Mancini

Melodien voller Esprit und Leichtigkeit: 25. Todestag von Henry Mancini

Von Antonia Kasparek

"Moon River", "Peter Gunn", "Hatari" oder "Der rosarote Panther": Henry Mancini hat uns unvergessene Melodien beschert. Am 14. Juni 2019 ist der 25. Todestag des Musikers, Komponisten und Meisters der scheinbar so leichten Muse.

Manchmal sieht man einen Film – und die Musik des Films bleibt einfach im Gedächtnis. Sie überragt sogar den Film: Genau das ist Henry Mancini mit seinen Kompositionen immer wieder gelungen. Vor 25 Jahren, am 14. Juni 1994, ist er in Beverly Hills/Kalifornien gestorben.

Manchmal sieht man einen Film – und die Musik des Films bleibt einfach im Gedächtnis. Sie überragt sogar den Film: Genau das ist Henry Mancini mit seinen Kompositionen immer wieder gelungen. Vor 25 Jahren, am 14. Juni 1994, ist er in Beverly Hills/Kalifornien gestorben.

Der mehrmalige Oscar- und Grammy-Preisträger Henry Mancini wurde am 16. April 1924 in Cleveland, Ohio, geboren. Der Komponist und Musiker spielte nicht nur Klavier, sondern auch Piccolo-Querflöte, was man vielen seiner Titel anhört. Zu seinen bedeutendsten Werke gehören die Filmmusik zu "Der rosarote Panther" (The Pink Panther Theme) sowie das Lied "Moon River" aus dem Film "Frühstück bei Tiffany".

Der Erfolg von Mancinis Arrangements für die Filme "Die Glenn Miller Story" (1954, erste Oscar-Nominierung für Mancini) und "Die Benny Goodman Story" (1955) eröffnete ihm die Möglichkeit für weitere Filme neue Musikstile einzuführen.

Die Zusammenarbeit mit dem Filmregisseur Blake Edwards, zuerst für die Fernsehserie "Peter Gunn" (1958) gab Mancini die Möglichkeit, seinen populären Stil zu entwickeln. Diese zeitlose TV-Melodie brachte dem Komponisten nicht nur zahlreiche Auszeichnungen ein, sondern verkörpert mittlerweile auch die typische "Agenten"-Musik. Die 60er wurden zur erfolgreichsten Periode seines Schaffens mit Musikstücken wie "Moon River" aus "Frühstück bei Tiffany" (1961) mit Audrey Hepburn. Mancini bekommt zwei Oscars für Filmmusik und Titelsong.

Henry Mancini wurde insgesamt für 18 Oscars nominiert und gewann ihn viermal. Außerdem gewann er 20 Grammys und zwei Emmys. Er nahm über 50 kommerzielle Musikalben für RCA auf. Diese machten ihn zu einem der populärsten Vertreter der Easy-Listening-Musik, obwohl ihm dieses Label nicht gerecht wird. Die Musik zu den Komödien mit Peter Sellers, wie "Der rosarote Panther" (ab 1963) oder "Der Partyschreck" gehören zu den bekanntesten Melodien Mancinis. "The Pink Panther Theme" ist weltweit so bekannt wie "Stille Nacht".

Der zweite Regisseur, der Mancini half, große Musik-Scores zu entwickeln, war Stanley Donen. Für ihn lieferte er unter anderem die Musik zu "Charade" (1963) und "Arabeske" (1966). Henry Mancini prägte einfach den Hollywood-Sound der 60er-Jahre. Er öffnete den Weg für Komponisten wie Lalo Schifrin oder Quincy Jones.

Viele weitere Regisseure profitierten von Mancinis Musik, so auch Howard Hawks, für dessen Film Hatari! (1962), mit John Wayne, Elsa Martinelli und Hardy Krüger in den Hauptrollen, Mancini – neben dem überraschend elegischen, originell instrumentierten Hauptmotiv – den zum Evergreen gewordenen "Baby Elephant Walk" schrieb.

Auch für den Blake Edwards Film "Zehn – Die Traumfrau" aus dem Jahr 1979 schrieb Henry Mancini die Musik. Dudley Moore spielt den erfolgreichen Komponisten George Webber in der Midlife-Crisis. 1980 wurde der Film für zwei Oscars nominiert. Bo Derek erhielt eine Golden-Globe-Nominierung als beste Nachwuchsdarstellerin.

Der 1994 verstorbene Henry Mancini zählt unbestritten zu den großen amerikanischen Filmkomponisten des 20. Jahrhundert. Er hatte einen unverwechselbaren eigenen Stil, der sich durch große Leichtigkeit und oft verblüffende Einfachheit und Klarheit auszeichnete. Mancini war vor allem von Swing, Jazz, lateinamerikanischer Musik und der verfeinerten Klangkultur der französischen Impressionisten (Debussy, Ravel) beeinflusst.

Stand: 11.06.2019, 12:26 Uhr