Das teuflische Grinsen Hollywoods: Jack Nicholson

Das teuflische Grinsen Hollywoods: Jack Nicholson

Von Alexander Löher / René Denzer

Jack Nicholson ist mit zwölf Oscar-Nominierungen der meistnominierte männliche Filmschauspieler. Drei der goldenen Trophäen hat er gewonnen - und rund 100 andere Filmpreise.

Filmlegende: Jack Nicholson

Wenig beachtet wird Jack Nicholsons Filmdebüt 1958 in "The Cry Baby Killer", in dem er einen jugendlichen Bandit spielt (Foto). Es folgen etliche B-Filme wie "Kleiner Laden voller Schrecken" (1960) oder "Der Rabe - Duell der Zauberer" (1963).

Wenig beachtet wird Jack Nicholsons Filmdebüt 1958 in "The Cry Baby Killer", in dem er einen jugendlichen Bandit spielt (Foto). Es folgen etliche B-Filme wie "Kleiner Laden voller Schrecken" (1960) oder "Der Rabe - Duell der Zauberer" (1963).

Den Durchbruch zur internationalen Anerkennung schafft Nicholson mit der Nebenrolle des alkoholsüchtigen Rechtsanwalts George Hanson in dem Kultfilm "Easy Rider" aus dem Jahr 1969, der 45 Mio. US-Dollar einspielt und ihm die erste "Oscar"-Nominierung seiner Karriere einbringt.

In "Chinatown" aus dem Jahr 1974 muss Jack Nicholson ein schmerzhaftes Verhör überstehen. Hat sich wohl gelohnt, denn mit diesem Film reiht sich Jack endgültig unter Hollywoods Superstars ein. Seitdem zählt er international zu den bestbezahlten Schaupspielern und kann sich selbst bei kleineren Rollen über Topgagen freuen.

Jack Nicholson in einer Szene des Milos-Forman-Films "Einer flog über das Kuckucksnest" aus dem Jahr 1975. Er spielt den Strafgefangenen McMurphy, der simuliert und sich in eine Nervenheilanstalt einweisen lässt. Zunächst kann er Spaß und Abwechslung in den monotonen und oft unmenschlichen Alltag der Insassen bringen, doch schließlich scheitert er und wird durch eine Gehirnoperation seiner Persönlichkeit beraubt.

Für den Film bekommt er seinen ersten Oscar. Hier stellt er sich zusammen mit seinen Schauspielerkollegen Milos Fortman und Louise Fletscher den Fotografen.

Bei der Filmversion von Stephen Kings Bestseller "The Shining" (1980) arbeitet Nicholson mit Regisseur Stanley Kubrick zusammen. Nach Kritikermeinung liefert er hier als Jack Torrance seine bis dato dämonischste und böseste Rolle ab. Unvergessen die Szene, in der er durch die eingeschlagene Tür blickt.

Seinen zweiten Oscar - als bester Nebendarsteller - erhält der Schauspieler für die Rolle eines Ex-Astronauten in James L. Brooks' Tragikomödie "Zeit der Zärtlichkeit" (1983).

Mit "Die Ehre der Prizzis" kommt bei Nicholson eine zunehmend komödiantische Note ins Spiel, die er auch in der Rolle des Bösewichts Joker in Tim Burtons "Batman" (1989) beibehält.

Nicholson kann verschiedene Rollen: In dem Militärgerichtsdrama "Eine Frage der Ehre" (1992) spielt er einen Militär-Kommandanten, in "Wolf - Das Tier im Manne" (1994) einen Werwolf, in "Crossing Guard" (1995) einen Vater, der den Tod seiner Tochter rächen will, und in Tim Burtons Sci-Fi-Parodie "Mars Attacks" (1996) ist er als US-Präsident zu sehen.

Für seine Darstellung als Bestsellerautor und Stadtneurotiker Melvin Udall in der Komödie "Besser geht's nicht" (1997) bekommt Jack Nicholson einen weiteren Oscar als bester Hauptdarsteller.

"About Schmidt" (2002), in dem der heute 82-jährige Nicholson einen einsamen, alternden ehemaligen Versicherungsstatistiker spielt, entwickelt sich zu einem unerwarteten Kassenschlager.

In folgenden Filmen wie "Die Wutprobe" (2002) und "Was das Herz begehrt" (2003) nimmt Jack Nicholson sein Image als Choleriker und Frauenheld auf den Arm, bevor er in "Departed - unter Feinden" (2006) wieder den Bösewicht mimt.

In dem 2007 veröffentlichten Kassenerfolg "Das Beste kommt zum Schluss" (Foto) spielt Nicholson zusammen mit Morgan Freeman zwei todkranke Patienten, die sich in der ihnen noch verbleibenden Zeit ihre letzten Wünsche erfüllen. Zum bis dato letzten Mal ist der Schauspieler in "Woher weißt du, dass es Liebe ist" (2010) auf der Kinoleinwand zu sehen.

Stand: 23.04.2019, 12:56 Uhr