Kino zuhause

Kino zuhause

Wenn ein Film einige Zeit im Kino gelaufen ist, kann man ihn oft auch über Streaming- oder Video-on-Demand-Dienste anschauen – wie zum Beispiel über Prime Video, Netflix oder Maxdome. Dann gehen nicht mehr so viele Menschen in die Kinos und kaufen Kinokarten. Der Film soll also zuerst an den Kinokassen Geld einspielen – das nennt man die Kinoauswertung. Erst danach soll Geld über die anderen Kanäle verdient werden.

So wird auch klar, warum so viel gegen Raubkopien und illegale Internet-Downloads unternommen wird. Wenn Filme unerlaubt aus dem Internet gezogen und angeschaut werden, gehen immer weniger Menschen in die Kinos oder bezahlen für Streaming-Dienste. Die Filmemacher und alle am Film Beteiligten können dann mit ihrer Arbeit kaum noch Geld verdienen.

Neben den Festivals, dem Kino und den Streaming-Diensten ist natürlich das Fernsehen ein wichtiger Teil der Veröffentlichung und Auswertung.

Familie sitzt zusammen vor dem Fernseher

Pantoffelkino: Die Macher wollen möglichst viele Menschen mit ihren Filmen erreichen.

Viele Filme, die im Kino gelaufen sind, werden später von Fernsehsendern für eine Ausstrahlung im Fernsehen gekauft. Oft beteiligen sich öffentlich-rechtliche Fernsehsender wie z. B. der WDR oder der SWR auch direkt an den Produktionskosten eines Films und erhalten damit auch das Recht, den Film im Fernsehen zu zeigen. Der Fernsehsender legt den Sendeplatz und einen Ausstrahlungstermin fest. Erfreulich ist es, wenn sich möglichst viele Zuschauer den Film anschauen und das Thema damit viele Menschen erreicht. 

Für die privaten Fernsehsender (zum Beispiel RTL, Sat1, Vox, Pro7) sind hohe Zuschauerquoten besonders wichtig. Diese Sender finanzieren sich durch Werbeeinnahmen, die sie für ausgestrahlte Werbespots bekommen. Je höher die Zuschauerzahlen sind, desto teurer kann der Sender seine Werbeminuten verkaufen.

Die öffentlich-rechtlichen Sender (ARD und die Landessender wie WDR oder SWR, ZDF, 3Sat, Arte und der Kinderkanal) finanzieren sich nicht über Werbung, sondern über den Rundfunkbeitrag, den alle Zuschauer zahlen. Aber natürlich möchten auch die öffentlich-rechtlichen Sender, dass viele Menschen ihre Sendungen sehen und ihnen das Programm auch gut gefällt.