Aladdin

Szene aus "Aladdin" mit Mena Massoud (links) als Aladdin und Will Smith als Genie

WDR 2 Kino

Aladdin

Von Andrea Burtz

Aladdin und seine Wunderlampe sind zurück. Diesmal als buntes Spektakel mit realen Schauspielern. Für Lacher ist als Flaschengeist Will Smith zuständig, der den Film mit Witz und Tempo aufmischt.

Aladdin (Mena Massoud) ist ein Strassendieb mit Ideen und Charme. Kaum hat der gutaussehende Mann einer Frau ein Kompliment gemacht, steckt auch schon ihr Armreif in seiner Tasche. Auf dem Basar trifft er auf eine hübsche Unbekannte (Naomi Scott) und verliebt sich Hals über Kopf. Es stellt sich heraus, dass die Schönheit Prinzessin Jasmine ist, die sich verkleidet aus dem Palast geschlichen hatte.  Für einen mittellosen Typ wie Aladdin eine unerreichbare Frau. Doch als er an eine Wunderlampe gelangt, in der ein Genie (Will Smith) steckt, scheint sein Traum näherzurücken. Denn Aladdin hat bei dem blauen Geist als Dank für die Befreiung aus der Flasche drei Wünsche frei.

Spezialeffekte statt Zeichentrick

"Aladdin und die Wunderlampe" ist eins der bekanntesten Märchen aus "1000 und eine Nacht". Disney hat aus der Geschichte bereits 1992 einen Zeichentrickfilm mit viel Musik und ein ebenso erfolgreiches Musical gemacht. Regisseur Guy Richie – durch Filme wie "Snatch" oder "Sherlock Holmes" für seinen Humor und fulminante Action bekannt - erzählt das Märchen jetzt mit realen Schauspielern, vielen Spezialeffekten und Musik. Dabei hält er sich in Geschichte, Settings und Musikeinlagen stark an die bekannten Vorlagen.

Aladdin in Bollywood

Es wird sehr viel gesungen und getanzt – und zwar die bekannten Songs von Alan Menken, der für die Neuauflage das Gesangsrepertoire noch erweiterte. Besonders die Massentanzszenen erinnern in Farben und Bombast an große Bollywoodnummern.

Für Lacher ist Will Smith zuständig, der den Flaschengeist spielt und nach einer guten halben Stunde den Film mit Witz und Tempo aufmischt. Dabei war seine Rolle kein leichtes Erbe, denn Fans verehren noch heute Robin Willliams, der im Trickfilm allein mit seiner Stimme aus dem Genie eine unvergessliche Figur machte. Will Smiths Genie darf zwischendurch rappen und trockene Oneliner einwerfen. Aus Wut bringt er mit seiner Magie Tanzmuffel Aladdin zu einer atemlosen One-Man-Dance-Performance, die schon beim Zuschauen schwindelig macht - eine der besten Filmszenen.

Zwischen dem hübschen Paar, das sich liebt und neckt, stimmt die süßliche Disney-Chemie. Fans des Trickfilms und des Musicals kommen auf ihre Kosten: Denn unterm Strich ist Aladdin eher ein typischer Disneyfilm, als ein wilder Film von Guy Richie geworden, in dem sehr viel gesungen wird.

Fantasy, USA 2019

Regie: Guy Richie ("Snatch", "Sherlock Holmes")

Darsteller: Will Smith ("Men in Black", "I Am Legend", "Suicide Squad"), Mena Massoud ("Jack Ryan"), Naomi Scott ("Power Rangers")

Länge: 128 min

Ab 6 Jahren

Kinostart: 23.05.2019

Stand: 23.05.2019, 00:01