"Harry und Sally" – Ein Kultfilm wird 30

"Harry und Sally" – Ein Kultfilm wird 30

Von Antonia Kasparek

30 Jahre, zwei Schauspieler, ein Jubiläum! Im Juli 1989 kam "Harry und Sally" in die Kinos, wurde zum Kassenschlager und ist heute ein immer noch gern gesehener Klassiker.

Können Männer und Frauen einfach nur befreundet sein? Das ist DIE Frage im Film "When Harry met Sally“ ("Harry und Sally“, 1989 von Regisseur Rob Reiner). Bis heute gilt das "Harry und Sally"-Syndrom als Synonym für eine platonische Beziehung zwischen Männern und Frauen.

Können Männer und Frauen einfach nur befreundet sein? Das ist DIE Frage im Film "When Harry met Sally“ ("Harry und Sally“, 1989 von Regisseur Rob Reiner). Bis heute gilt das "Harry und Sally"-Syndrom als Synonym für eine platonische Beziehung zwischen Männern und Frauen.

Harry Burns und Sally Albright, gespielt von Billy Crystal und Meg Ryan, lernen sich nach ihrem College-Abschluss 1977 auf einer gemeinsamen Autofahrt von Chicago nach New York kennen. Die 22-stündige Fahrt stellt sich als wenig harmonisch heraus, da beide ständig unterschiedlicher Meinung sind. In New York angekommen (nahe dem Washington Square Arch), trennen sich ihre Wege auch sofort wieder.

Ihr Hauptstreitpunkt: Können Männer und Frauen nur Freunde sein? Obwohl vehement von Sally bestritten, bewahrheitet sich im Film Harrys Theorie, dass Männern und Frauen immer der Sex dazwischen kommt und sie darum eben nicht nur Freunde sein können.

Über zehn Jahre dauert es dann trotzdem noch im Film, bis Harry und Sally schließlich doch zueinander finden und heiraten.

Vor allem Sallys vorgetäuschter Orgasmus ist bis heute unvergesslich und schrieb Filmgeschichte. Die Szene spielt in Katz’s Delicatessen in der New Yorker Lower East Side, wo heute ein Schild über dem Tisch darauf hinweist.

"Ich will genau das, was sie hatte", kommentierte daraufhin eine Frau am Nebentisch die Orgasmusgeräusche von Sally. Die ältere Dame war übrigens die Mutter von Regisseur Rob Reiner. Das American Film Institute wählte diesen Satz, der in der Originalfassung "I’ll have what she’s having" lautet, unter die 100 besten Filmzitate aus US-Filmen aller Zeiten auf Platz 33.

Die Orgasmus-Szene soll so übrigens gar nicht im Drehbuch gestanden haben, verriet Meg Ryan später. Die Schauspieler hätten damals "Raum zum Improvisieren" gehabt und als Sally sei sie auf die Idee gekommen, nicht über den Höhepunkt zu reden, sondern ihn vorzuführen.

"Harry und Sally" war damals einfach Kult. Zahlreiche Zuschauer strömten in die Kinos, um die Liebesgeschichte der beiden zu verfolgen. Das ist 2019 genau 30 Jahre her und deswegen feierten die Stars von damals jetzt ihr Revival

30 Jahre nach der Premiere der Romantik-Komödie "Harry und Sally" hat sich die Original-Crew beim TCM Classic Film Festival in Hollywood getroffen, wo der Film zur Eröffnung gezeigt wurde. Hauptdarsteller Meg Ryan alias Sally Albright, Billy Crystal alias Harry Burns und Regisseur Rob Reiner (l.) freuten sich über das Wiedersehen.

Meg Ryan (57) und Billy Crystal (71) strahlten gemeinsam auf dem roten Teppich um die Wette, um den Film "Harry und Sally” zum dreißigjährigen Jubiläum zu ehren.

Zwei Schauspieler haben diesen besonderen Anlass nicht mehr erlebt. "Star Wars"-Ikone Carrie Fisher (1956-2016) spielte in "Harry und Sally" die Rolle der Marie, sie erlitt 2016 überraschend einen Herzstillstand.

Bruno Kirby (1949-2006) war als Jess zu sehen, er erlag 2006 einem Krebsleiden. Die beiden spielten damals die Rollen von Marie und Jess. Sie beide waren Freunde von Harry und Sally, die sich ineinander verliebten und heirateten. Harry und Sally waren ihre Trauzeugen. Auch Drehbuchautorin Nora Ephron (sie bekam eine Oscar-Nominierung) erlebte die Jubiläumsfeier nicht mehr.

Doch was machen Harry und Sally heute? Der Hype um den Film war ein enormer Karriereanschub sowohl für Billy Crystal, als auch für Meg Ryan.

Billy Crystal ist nicht nur ein erfolgreicher Schauspieler, sondern auch ein beliebter Entertainer und Komiker. Seit 1975 spielte er immer wieder in verschiedenen Filmen mit. Hier ist er zusammen mit seiner Frau Janice zu sehen.

Nachdem sie noch viele erfolgreiche Filme wie "Schlaflos in Seattle" oder "E-Mail für Dich" gedreht hat, stagniert Meg Ryans Karriere seit den 2000er-Jahren – vielleicht zurückzuführen auf die betrachtliche Veränderung ihres Aussehens durch Schönheits-OP's.

Stand: 11.07.2019, 11:47 Uhr