Sternbildermusik – Rei Nakamura spielt Etudes Australes von John Cage

Sternbildermusik – Rei Nakamura spielt Etudes Australes von John Cage

John Cage greift mit seinen Etudes Australes nach den Sternen. Er übertrug die Standorte der Himmelskörper aus einer Sternenkarte, verwandelte sie in Noten und schuf ein einzigartiges Klangkaleidoskop. Die Pianistin Rei Nakamura spielt für uns aus Freiburg Ausschnitte daraus.

Rei Nakamura

Die Pianistin Rei Nakamura

Die Kartensammlung "Atlas Australis" zeigt die Sternenkonstellationen der südlichen Hemisphäre. John Cage wählte daraus per Zufallsprinzip einige Standorte dieser Himmelskörper aus, pauste diese Punkte ab und brachte sie in Notenform. Mit seinen Etudes Australes (1974) entstanden 32 virtuose Klavierstücke, die in vier einzelne Bücher mit jeweils acht Etüden eingeteilt sind. Cage schrieb die Töne so auf, dass beide Hände auf der gesamten Klaviatur spielen. Das bedeutet, die Hände kommen sich dadurch oft richtig in die Quere und überkreuzen sich. Deshalb benötigt jede Hand nicht, wie sonst üblich, ein Notationssystem, sondern gleich zwei Systeme mit jeweils Bass- und Violinschlüssel.

John Cage greift mit seinen "Etudes Australes" nach den Sternen. Er übertrug die Standorte der Himmelskörper aus einer Sternenkarte, verwandelte sie in Noten und schuf ein einzigartiges Klangkaleidoskop.

Rei Nakamura im Licht der Sternbilder

Die Pianistin Rai Nakamura spielt für uns in der Kulturambulanz Ausschnitte aus John Cages musikalischem Abbild der Sterne. Nakamura ist in Japan geboren, in Brasilien aufgewachsen und lebt in Deutschland. Ihr Interesse gilt der zeitgenössischen und experimentellen Musik. Visuell untermalt wird ihr Spiel von faszinierenden Sternenbildern aus dem Freiburger Planetarium.

Stand: 30.04.2020, 08:26