Höllische Späße in Bonn und Gelsenkirchen

Szene aus "Geisterritter" an der Oper Bonn

Höllische Späße in Bonn und Gelsenkirchen

Von Stefan Keim

Vor Weihnachten zeigen die Theater große Stücke für Familien. In Bonn treiben "Geisterritter" nach Cornelia Funke ihr Unwesen. Und in Gelsenkirchen haben auch kleinere Kinder Spaß in "Teufels Küche".

Ausgehen: Höllische Späße in Bonn und Gelsenkirchen

WDR 4 Gut zu wissen | 07.12.2017 | 02:48 Min.

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Cornelia Funkes "Geisterritter" in der Oper

WDR 3 TonArt | 30.11.2017 | 05:55 Min.

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"Geisterritter" für die Großen

Szene aus "Geisterritter" an der Oper Bonn mit David Fischer als Jon Whitcroft

Jon (David Fischer) kämpft gegen Geister und mit dem Erwachsenwerden

Geister jagen den jungen Jon durch die Klasse. Nur er kann sie sehen, seine Mitschüler halten ihn für verrückt. Aber sie trachten ihm wahrhaftig nach dem Leben. "Geisterritter" von Cornelia Funke ist ein spannendes, witziges und einfühlsames Jugendbuch. Es erzählt vom Erwachsenwerden. Denn Jon kämpft nicht nur gegen Untote, er verliebt sich auch in Ella aus seinem Internat.

Szene aus "Geisterritter" an der Oper Bonn

Grusel-Spaß vor multimedialer Kulisse

Das Theater Bonn zeigt die "Geisterritter" als Jugendoper. Die Musik von James Reynolds ist sehr vielseitig. Da gibt es ruhige Gesänge, wuchtige Filmmusik, atmosphärische Klänge und sogar einen Rap. Großartig ist das Bühnenbild. Die vielen Schauplätze – eine Kathedrale, ein Friedhof, das Internat usw. – werden als Mischung von echten Kulissen und Videobildern lebendig. Das ermöglicht einen rasanten Ortswechsel, so dass die Geschichte in zwei Stunden mit Pause niemals langweilig wird.

Szene aus "Geisterritter" an der Oper Bonn

Lord Stourton (Bernhard Landauer, l.) hat es auf Jon abgesehen

Auch die Kostüme sind wunderbar. Der böse Lord Stourton, der Jon nach dem Leben trachtet, sieht im langen schwarzen Ledermantel aus wie ein höllischer Rockstar. Die Geister haben historische Ritter aus der Zeit von Richard Löwenherz zum Vorbild. Das ist ein Stück für ältere Kinder und Jugendliche, ab acht Jahren.

"Teufels Küche" für die Kleineren

Premiere: "Teufels Küche" von Moritz Eggert

WDR 3 TonArt | 20.11.2017 | 06:12 Min.

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Szene aus "Teufels Küche" am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Satan mit seinem Trio infernale

Kleinere Kinder müssen auf ein höllisches Vergnügen nicht verzichten. Im Musiktheater im Revier Gelsenkirchen läuft "Teufels Küche". Satan macht einen Betriebsausflug mit drei Unterteufeln, dafür benutzen sie "Reisebonbons". Als die ihnen ausgehen, müssen sie neue herstellen. Und dafür basteln und experimentieren sie mit allen möglichen Geräten.

Szene aus "Teufels Küche" am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Kochoper aus der Zauberküche

Außerdem machen sie Musik. In "Teufels Küche" wird nicht gesprochen. Die Teufel verständigen sich über die Musik, einer spielt Cello, ein anderer Klarinette, und außerdem kloppen sie auf allem herum, was Geräusche macht. Komponist Moritz Eggert gehört zu den humorvollsten Vertretern seines Berufs und hat auch schon ein Fußballoratorium komponiert. Hier ist ihm ein origineller Spaß gelungen, der eine knappe Stunde dauert und – wie auch die "Geisterritter" – zeigt, wie sich Geschichten vor allem mit Musik erzählen lassen.

Geisterritter

7. Dezember, 18 Uhr
30. Dezember 16 Uhr
6. Januar 18 Uhr
12. Januar 18 Uhr
Weitere Termine bis Anfang März

Oper Bonn, Am Boeselagerhof 1, 53111 Bonn

Teufels Küche

9. Dezember 16 Uhr
17. Dezember 16 Uhr

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, Kleines Haus, Kennedyplatz, 45881 Gelsenkirchen

Stand: 07.12.2017, 00:00