"Das Dämmern der Welt" von Werner Herzog

Cover: Das Dämmern der Welt

"Das Dämmern der Welt" von Werner Herzog

Von Elke Heidenreich

Der Regisseur Werner Herzog erzählt die Geschichte des japanischen Soldaten Hiroo Onoda, der es 30 Jahre allein im Dschungel auf einer philippinischen Insel aushielt und nicht mitbekam, dass der 2. Weltkrieg vorbei war und Japan kapituliert hatte. Erst 1974 wurde er gefunden – wie über- und erlebt man so etwas?

"Das Dämmern der Welt" von Werner Herzog

WDR 4 Bücher 28.11.2021 05:18 Min. Verfügbar bis 28.11.2022 WDR 4


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Das kann nur Werner Herzog nachempfinden, der Regisseur von "Fitzcarraldo", der Spezialist für Einsame und Verrückte. Er treibt sich als Regisseur wilder Filme oder als Autor besonderer Bücher wie "Vom Gehen im Eis"“ gern in sehr unwirtlichen Gegenden herum, Gegenden, die den Menschen das Äußerste abverlangen, Dschungel, Eis, Einsamkeit.

Bücher schreibt er eher selten und sparsam, aber jetzt gibt es wieder eines: klein, schmal, aber das hat es in sich. Es heißt „Das Dämmern der Welt“. Es ist eine teils wahre, teils fiktive Geschichte, wahr ist: Der japanische Soldat Hiroo Onoda hat sich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs noch weitere 30 Jahre bis 1974 im Dschungel der philippinischen Insel Lubang versteckt, hat die Stellung gehalten und nicht gewusst, dass der Krieg längst zu Ende war. Diesen Mann hat Herzog getroffen und sich sein Leben im Dschungel ausgemalt.

"Das Dämmern der Welt" von Werner Herzog

Werner Herzog
Hanser Verlag
127 Seiten
19 Euro

Stand: 25.11.2021, 13:50