John le Carré - Das Vermächtnis der Spione

Cover John le Carré - Das Vermächtnis der Spione, im Hintergrund ein Foto der Glienicker Brücke im Jahr 1962

WDR 2 Buchtipp

John le Carré - Das Vermächtnis der Spione

Von Denis Scheck

George Smileys letzter Auftritt: Machenschaften der Geheimdienste während des Kalten Krieges kommen ans Licht und werden neu bewertet - Vorgeschichte und Epilog zu "Der Spion, der aus der Kälte kam".

John le Carré - Das Vermächtnis der Spione

WDR 2 Bücher | 14.01.2018 | 03:34 Min.

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John le Carré erweist sich mit 86 Jahren als bemerkenswert scharfsinnig und auf dem Höhepunkt seiner schriftstellerischen Phantasie. Für den Abschlussband seiner Agentenromane um George Smiley greift le Carré zurück auf seinen Roman "Der Spion der aus der Kälte kam", den er während seiner Zeit an der britischen Botschaft in Bonn verfasst hat.

WDR 2 Literaturkritiker Denis Scheck

WDR 2 Literaturkritiker Denis Scheck

Ausgangspunkt, um die Handlung neu aufzurollen, ist eine mögliche Klage der Kinder der damals Getöteten, die das Verhalten des britischen Agentenführers George Smiley und dessen Spione in neuem Licht erscheinen lässt. Im postheroischen Zeitalter wird aus dem einstigen Geheimagenten nun ein Leser, der sich durch Aktenberge gräbt. Ein Schwanengesang auf den Agentenroman – und am Ende ein überraschendes Plädoyer für ein politisch vereintes Europa.

John le Carré
Das Vermächtnis der Spione
Ullstein-Verlag
ISBN: 978-3550050121
24 Euro

Stand: 14.01.2018, 12:04