"Wo wir waren" von Norbert Zähringer

"Wo wir waren" von Norbert Zähringer, Buchcover

"Wo wir waren" von Norbert Zähringer

Von Cathrin Brackmann

Wo waren Sie, als der erste Mensch vor 50 Jahren den Mond betreten hat? Viele werden sich daran vermutlich noch erinnern. Norbert Zähringer verwebt um diesen 21. Juli 1969 die Ereignisse und Erlebnisse der Mitglieder einer auseinandergerissenen Familie und erzählt ihre einzelnen Geschichten – mitfühlend, fesselnd, aufregend und nachdenklich.

"Wo wir waren" von Norbert Zähringer

WDR 4 Bücher 02.07.2019 02:01 Min. Verfügbar bis 01.07.2020 WDR 4

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Als Neil Armstrong als erster Mensch den Mond betritt, flieht der fünfjährige Hardy Rohn aus dem Waisenhaus, in dem er nur als Waisenkind "Nummer 13" bezeichnet wird. Er wird wieder eingefangen und grausam bestraft. Doch in dieser Nacht trifft er ein Ehepaar, das keine Kinder bekommen kann, und dass Hardy schließlich zu sich nimmt. Dort träumt Hardy davon, eines Tages Astronaut zu werden. Und Jahre später soll er diesem Traum ganz nahekommen.

Zeitgleich mit Hardy flieht am 21. Juli 1969 die verurteilte Mörderin Martha Rohn aus dem Frauengefängnis. Sie ist Hardys Mutter, doch Hardy weiß nichts über sie, nicht einmal, dass Sie überhaupt noch lebt.

Mit viel Einfühlungsvermögen erzählt Norbert Zähringer in seinem aktuellen Roman die Geschichte einer zerrissenen Familie. Wir begleiten Hardy, seine Mutter, seinen Großvater und viele andere durch das komplette 20. Jahrhundert, wo jeder im Schatten der großen geschichtlichen Ereignisse seine eigene Geschichte schreibt.

Mit "Wo wir waren" ist Norbert Zähringer eine etwas andere und gerade deshalb so eindrückliche Familiensaga gelungen. Absolut lesenswert.

Wo wir waren
Autor: Norbert Zähringer
Verlag: Rowohlt
512 Seiten
25 €

Stand: 02.07.2019, 00:00