Wuppertaler Fotografin porträtiert Berliner Philharmoniker

Wuppertaler Fotografin porträtiert Berliner Philharmoniker

Die Wuppertaler Fotografin Monika Rittershaus zeigt in ihrem neuen Bildband "Moving Music" die Berliner Philharmoniker bei Konzerten, Proben und hinter den Kulissen.

Berliner Philharmoniker

Pina Bausch, Daniel Barenboim, Claus Peymann - Monika Rittershaus hat sie alle gehabt. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet sie als Theater- und Konzertfotografin. Nun ist ihr neuer Bildband "Moving Music" erschienen. Er zeigt die lange Freundschaft der Fotokünstlerin mit den Berliner Philharmonikern und Sir Simon Rattle.

Pina Bausch, Daniel Barenboim, Claus Peymann - Monika Rittershaus hat sie alle gehabt. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet sie als Theater- und Konzertfotografin. Nun ist ihr neuer Bildband "Moving Music" erschienen. Er zeigt die lange Freundschaft der Fotokünstlerin mit den Berliner Philharmonikern und Sir Simon Rattle.

Monika Rittershaus hat die Musiker des deutschen Spitzenorchesters über zehn Jahre bei Konzerten, Proben und hinter den Kulissen mit ihrer Kamera begleitet. Dabei ist ihr etwas sehr Widersprüchliches gelungen: Den unheimlichen Klang der Berliner Philharmoniker in ein Bild zu bringen.

Der Fotokünstlerin, die in Wuppertal geboren wurden und dort Philosophie, Kunstgeschichte und Germanistik studierte, gelingt das scheinbar Unmögliche.

Sensibel und gefühlvoll nähert sie sich in ihren Arbeiten den Musikern an, die diesen Klang hervorbringen und zeigt, welche Leidenschaft und Energie in ihnen steckt.

"Das Wichtigste ist mir, so respektvoll, sensibel und feinsinnig wie möglich zu beobachten. Das habe ich über die Bühne gelernt und das kann ich bei der Konzerttätigkeit noch viel extremer fortsetzen, weil man da noch viel aufmerksamer und vorsichtiger sein muss", erzählt sie.

Der Bildband ist für sie auch eine "Verbeugung vor Sir Simon Rattle", den sie so lange mit den viele und unterschiedliche Persönlichkeiten in diesem Orchester beobachten konnte.

Ihre Fotos zeigen die Musiker bei Probe, beim Einspielen, fangen ihre Konzentration vor einem Konzert ein, wie sie sich in dunkle Ecken verkrümeln oder neue Konzerträume erkunden.

Ein leichtes Lächeln zwischen Musiker und Dirigent: Es unterstreicht die Zugewandtheit und Vertrautheit zwischen ihnen und erzählt von einem besonderen Augenblick. "In solchen Momenten hat man das Gefühl, die Zartheit des Klangs zu hören. So etwas wünsche ich mir natürlich", beschreibt Monika Rittershaus ihre Arbeit.

Es sind unvergessliche und auch stille Momenten – hinter der Bühne, im Konzert und auf Reisen, die Monika Rittershaus ins Bild setzt. Besonders beeindruckt war sie von den Reisen nach Asien. Dort herrsche eine "Hysterie - im positiven und liebevollen Sinn." Die Zuschauer würden von den Sitzen springen und wie beim Fußball oder bei einem Popstar "Simon, Simon" jubeln. Das sei unglaublich.

Den Atem einer Aufführung greifbar machen, das hat Monika Rittershaus als ihre Aufgabe beschrieben. Mit "Moving Music" ist ihr dies wieder einmal gelungen. Der 240 Seiten starke Bildband mit 200 Abbildungen ist im Alexander Verlag erschienen und kostet 29,95 Euro.

Stand: 11.12.2017, 14:38 Uhr