Zweiter Weltkrieg

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Zweiter Weltkrieg

Bild der zerstörten Stadt Köln im Zweiten Weltkrieg

Im Zweiten Weltkrieg wurden viele Städte in Deutschland und in ganz Europa zerstört

Der Zweite Weltkrieg dauerte fast sechs Jahre – von 1939 bis 1945. Er begann am 1. September 1939, als der Diktator Adolf Hitler, der zu dieser Zeit in Deutschland an der Macht war, seinen Truppen befahl, das Nachbarland Polen anzugreifen. Der Zweite Weltkrieg hat seinen Namen daher, dass er der zweite Krieg im 20. Jahrhundert war, an dem alle mächtigen Staaten der Welt beteiligt waren: Denn nach dem Angriff auf Polen marschierte die deutsche Armee in weitere Länder ein. Sie eroberte Dänemark und Norwegen, dann ganz Westeuropa von Frankreich bis zu den Niederlanden. Dabei hatte sich die deutsche Armee mit den Italienern verbündet. Hitler und seine Anhänger, die Nationalsozialisten, wollten aber mehr: 1941 griffen sie die mächtige Sowjetunion, das heutige Russland, an.

Völkermord in Europa

Drei Hakenkreuzfahnen wehen über der Haupttribüne des Reichsparteitages der NSDAP

Das Hakenkreuz war das Symbol der Nationalsozialisten

Aber die Deutschen führten nicht nur Krieg gegen Soldaten aus anderen Ländern: Sie fingen gleichzeitig an, Menschen, die sie für minderwertig hielten, zu bekämpfen und zu ermorden. Besonders wer andere politische Ansichten hatte oder einer anderen Rasse angehörte, wurde von Hitlers Anhängern, den Nationalsozialisten, verfolgt. Das betraf zum Beispiel Homosexuelle, Behinderte, Sinti und Roma oder sogar Jugendliche, die sich nicht an den Staat anpassen wollten. Ganz besonders hassten die Nationalsozialisten Juden. Während ihrer Herrschaft wurden alleine in Deutschland sechs Millionen Juden ermordet.

Kämpfe in Asien

Atompilz über Hiroshima

Die amerikanischen Atombomben auf Japan beendeten den Zweiten Weltkrieg

Schon vor dem Krieg in Europa hatten seit 1937 auch in Asien Kämpfe stattgefunden. Japan versuchte, seinen Einfluss in China und Südasien durch Kämpfe auszudehnen. Die Amerikaner wollten das verhindern, was dazu führte, dass die japanische Armee 1941 den amerikanischen Militärhafen Pearl Harbor auf Hawaii angriff. Das eröffnete einen Krieg zwischen Japan und den USA, denen unter anderem Großbritannien zu Hilfe kamen. Die Japaner eroberten zunächst große Teile Südostasiens, dann begannen die Amerikaner mit ihren Verbündeten den Gegenangriff, der erst im August 1945 zu Ende war. Dabei setzten die Amerikaner die beiden ersten Atombomben ein und vernichteten damit die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki.

60 Millionen Tote

Zwei US-Soldaten stehen 1945 vor einem Ortseingangsschild

Die verbündeten Soldaten befreiten Deutschland von Hitler und seinen Anhängern

Die USA und Großbritannien, die beide demokratische Staaten waren, schlossen im Zweiten Weltkrieg nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion ein Bündnis mit diesem Staat, der auch von einem Diktator regiert wurde. Es dauerte lange, bis die Sowjetunion den deutschen Vormarsch stoppen konnte und zum Gegenangriff überging. Die Amerikaner, Briten und ihre Verbündeten versuchten, den Russen zunächst durch einen Seekrieg im Atlantik und durch Bombenangriffe in Deutschland zu helfen. Erst 1944 konnten die verbündeten Truppen Deutschland auf dem Landweg angreifen und im Mai 1945 schließlich besiegen. Im Zweiten Weltkrieg starben 60 Millionen Menschen – darunter auch sehr viele Zivilisten.

Die Entstehung der UNO

Die Flagge der UNO

Die Flagge der UNO zeigt die Weltkugel aus einer ungewöhnlichen Sicht - in der Mitte liegt der Nordpol

Die Amerikaner, Briten und Sowjets nannten ihr Kriegsbündnis seit 1941 Vereinte Nationen. Ihm schlossen sich 27 Nationen an. Aus diesem Kriegsbündnis wurde 1945 eine dauerhafte Organisation, die Vereinte Nationen oder kurz UNO. Diese Organisation wollte dafür sorgen, dass es nach dem Ende dieses großen Krieges dauerhaft Frieden in der Welt gibt.

BRD und DDR

Nach dem Kriegsende hatten die vier wichtigsten Siegermächte – die USA, Frankreich, Großbritannien und die Sowjetunion – Deutschland besetzt. Sie teilten das Land unter sich in vier Zonen auf und versuchten, es gemeinsam zu verwalten. Sie gerieten jedoch über viele Fragen in Streit, was unter anderem zum Kalten Krieg führte. Schließlich wurde Deutschland in zwei Staaten geteilt: in die Bundesrepublik Deutschland, kurz BRD, und in die Deutsche Demokratische Republik, kurz DDR. Die BRD war ein demokratischer Staat nach westlichem Vorbild, die DDR wurde von der Sowjetunion gestaltet.

Stand: 18.08.2016, 10:15

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