Tibet

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Tibet

Eine Berglandschaft in Tibet.

Tibet liegt in Asien, umgeben von einigen der höchsten Berge der Welt.

Tibet ist eine Region zwischen China und Nepal. Und weil es dort einige der höchsten Berge der Welt gibt, wird Tibet auch ‚Das Dach der Welt’ genannt. Früher waren die meisten Menschen, die in Tibet lebten, Bauern und Nomaden. Sie wohnten nicht in festen Häusern, sondern in Zelten, mit denen sie immer wieder weiter zogen. Auch die Bauern besaßen meist kein eigenes Land, sondern arbeiteten auf Feldern, die Klöstern oder Adeligen gehörten. Fast alle Tibeter waren Buddhisten – und das ist auch heute noch so. Ihr religiöses Oberhaupt und politischer Führer ist der Dalai Lama.

Streit und Krieg um Tibet

Der Dalai Lama lächelt in die Kamera.

Der Dalai Lama musste 1959 aus Tibet fliehen und lebt seitdem in Indien.

Es gibt immer wieder Streit und Kämpfe über die Frage, wem Tibet gehört und wer es regieren soll. Die Tibeter möchten frei und unabhängig sein und Tibet selbst regieren. Die chinesische Regierung meint dagegen, dass Tibet zu China gehört. 1912 erklärte der damalige Dalai Lama Tibet für unabhängig. Doch das änderte nichts an den Problemen und an der Meinung der Chinesen. 1950 marschierten chinesische Soldaten deshalb in Tibet ein und besetzten es. Die Chinesen wollten, dass die Tibeter genau so lebten wie sie selbst. Sie versuchten zum Beispiel, die Nomaden zu zwingen, an einem festen Ort zu leben. Und die Bauern sollten nicht mehr das Land der Adeligen und Klöster beackern. Die Chinesen wollten, dass das Ackerland allen gehört und auch die Arbeit sollten sich alle Tibeter teilen. Außerdem akzeptierten die Chinesen weder den Dalai Lama noch den Buddhismus, also die Religion der Tibeter.

Tibeter mussten fliehen

Tempelanlage in Tibet.

In Tibet gibt es wunderschöne Tempel...

Die Tibeter beschlossen, sich zu wehren und wagten 1959 einen Aufstand gegen die chinesischen Besatzer. Überall im Land wurde gekämpft, doch gegen die mächtige chinesische Armee hatten die Tibeter keine Chance. Mehr als 100.000 Tibeter flohen über die Berge nach Indien, auch der Dalai Lama. Die Chinesen zerstörten Klöster und Tempel, verschleppten und misshandelten Mönche und Nonnen und steckten viele Menschen in Arbeitslager.

Missachtung der Menschenrechte

Mehrstöckiges Bürohaus mit Werbebannern im Vordergrund

... aber auch moderne Bürohäuser

Heute gehört Tibet zu China. Die Tibeter fühlen sich aber immer noch unterdrückt und benachteiligt, denn die Chinesen missachten oft die Menschenrechte. Alles, was mit dem Buddhismus zu tun hat, wird nach wie vor von China kontrolliert: Es darf beispielsweise nur wenige buddhistische Mönche und Nonnen geben. Und der Besitz eines Bildes des Dalai Lama ist verboten. Der Dalai Lama, der nie wieder nach Tibet zurückgekehrt ist, lebt bis heute in Indien und setzt sich für eine friedliche Lösung des Konfliktes ein.

Keine unabhängigen Informationen

Ein Exiltibeter mit einer umgebundenen tibetischen Fahne und einer Kerze.

Im März 2008 kämpfte das chinesische Militär gegen die Tibeter.

Im März 2008 gab es große Demonstrationen, mit denen die Tibeter auf ihre Situation aufmerksam machen und sich für ihre Freiheit einsetzen wollen. Dabei kam es zu Gewalt zwischen den Tibetern und dem chinesischen Militär – viele Menschen wurden bei den Kämpfen verletzt und sogar getötet. Wie viele genau, ist schwer zu sagen, weil China unabhängige, ausländische Journalisten aus Tibet ausgewiesen hat und das chinesische Fernsehen nur wenige Bilder der Kämpfe zeigt.

Stand: 24.03.2010, 11:22

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