Europäische Union

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Europäische Union

Die Flagge der Europäischen Union flattert im Wind

EU-Flagge: Zwölf Sterne auf blauem Grund sind das Symbol für Europa

In der Europäischen Union haben sich die meisten europäischen Staaten zusammen getan. Gemeinsam wollen sie den Frieden sichern und dafür sorgen, dass die Menschen in Europa gut leben können. Das Wort 'Union' kommt aus dem Lateinischen und bedeutet 'Einheit' oder 'Vereinigung'. Abgekürzt nennt man die Europäische Union 'EU'. Zwölf Staaten haben sie am 1. November 1993 gegründet – auch Deutschland war dabei. Mittlerweile gehören 28 Länder zur EU. Das neueste Mitglied, Kroatien, ist erst 2013 dazu gekommen. Insgesamt wohnen ungefähr 505 Millionen Menschen in der EU.

Viele Gemeinsamkeiten

Krumme Gurken auf Marktstand.

Viele Regeln: Die EU hat eine zeitlang sogar festgelegt, wie krumm eine Gurke sein darf. Seit 2009 ist diese Regelung aber wieder aufgehoben

Dass sich Länder in Europa zusammenschließen und gegenseitig helfen, ist keine neue Idee: Bereits in den 50er Jahren bildete sich die Europäische Gemeinschaft. Sie war der Vorläufer der EU und wollte vor allem die Wirtschaft ihrer Mitgliedsländer fördern. Aus der Europäischen Gemeinschaft entwickelte sich dann später die EU. Die EU-Länder haben viele Gemeinsamkeiten, zum Beispiel die Währung. Mit dem Euro kann man in vielen Mitgliedsstaaten bezahlen. Auch das Reisen in Europa läuft problemlos, denn es gibt kaum noch Grenzkontrollen. Außerdem darf man als EU-Bürger innerhalb der Union überall arbeiten. Bei Problemen in der EU versuchen die Länder, eine gemeinsame Lösung zu finden. Manchmal legen sie dann Regeln fest, die für alle Mitgliedsländer gelten, zum Beispiel beim Nichtraucherschutz oder dem Umweltschutz. Sogar was alles in eine Schokolade hinein darf und was nicht, wurde von der EU bestimmt. Die Regierungen der Mitgliedsstaaten müssen dann versuchen, das, was gemeinsam beschlossen wurde, in ihren Ländern umzusetzen.

Wer kann EU-Mitglied werden?

Ein menschenleeres Grenzgebäude an der Grenze zwischen Österreich und Tschechien.

Freie Fahrt: In Europa gibt es kaum noch Grenzkontrollen

Weil es viele Vorteile hat, Teil dieser Gemeinschaft zu sein, wollen immer mehr Länder Mitglied der EU werden. Dafür gibt es aber bestimmte Bedingungen: Zum Beispiel muss die Regierung dieses Landes demokratisch gewählt sein. Außerdem müssen dort die Menschenrechte beachtet werden.

Wie ist die EU organisiert?

Die Flaggen der Mitgliedsländer der Europäischen Union wehen vor dem Gebäude des Europaparlaments in Straßburg.

Viele Länder - eine Union: Die EU funktioniert so ähnlich wie ein Staat.

Die EU funktioniert ähnlich wie ein Staat. Alle fünf Jahre gibt es Wahlen, in denen die Bürger der EU über ihre Volksvertretung entscheiden: das Europäische Parlament. Im Rat der Europäischen Union treffen sich die Staats- und Regierungschefs aller Mitgliedsländer, um über die Zukunft Europas zu sprechen. Und die Europäische Kommission passt auf, dass die Mitgliedsländer die Regeln der EU beachten.

Der Brexit – Großbritannien tritt aus der EU aus

Die britische Premierministerin Theresa May

Die britische Politikerin Theresa May hat sich für den Brexit stark gemacht. Nach der Entscheidung für den Austritt aus der EU wurde sie zur Premierministerin gewählt.

Am 23. Juni 2016 hat eine Mehrheit der Briten in einer Volksabstimmung dafür gestimmt, die Europäische Union nach mehr als 40 Jahren zu verlassen. Vertreter der Europäischen Union und Großbritanniens überlegen jetzt gemeinsam, wie der Austritt konkret ablaufen soll. Welche Folgen der Brexit für die EU haben wird, ist schwer zu sagen. Mit Großbritannien verliert die Gemeinschaft zum einen ein Mitgliedsland mit großem politischem Einfluss. Zum anderen werden der EU sicher auch die Zahlungen der Briten fehlen, die trotz spezieller Bedingungen relativ hoch sind.

Stand: 03.03.2016, 16:25

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