Bundestagswahl

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Bundestagswahl

Deutschland ist ein demokratisches Land. Das bedeutet, dass das Volk bestimmt, vom wem es regiert wird: Alle deutschen Staatsbürger ab 18 Jahren dürfen bei der Bundestagswahl ihre Stimme abgeben.

Junger Mann wirft Wahlzettel in eine Wahlurne, Wahlhelferin steht daneben

Geheime Wahl: Ein Wähler wirft seinen ausgefüllten Wahlzettel in die Urne, so bleibt alles anonym

Sie heißt Bundestagswahl, weil die Politiker und Parteien mit den meisten Wählerstimmen in den Bundestag einziehen und dort über Regeln und Gesetze diskutieren. Diese Wahl findet alle vier Jahre statt.

Eine Wahl - zwei Stimmen

Von einer Balustrade in den Bundestag fotografiert

Im Bundestag sitzen Politiker, die die deutschen Bürger vertreten und sich für ihre Ziele einsetzen

Eine Bundestagswahl ist ziemlich kompliziert: Man bekommt einen Wahlzettel, auf dem man zwei Kreuzchen machen muss. Mit der so genannten Erststimme wählt man einen bestimmten Kandidaten einer Partei aus dem Wahlkreis, in dem man wohnt. Bei der letzten Bundestagswahl war Deutschland in 299 Wahlkreise unterteilt. Der Kandidat, der in einem Wahlkreis die meisten Stimmen bekommt, hat einen Platz im Bundestag sicher. Man sagt auch: Er hat ein 'Direktmandat'. Mandat kommt aus dem Lateinischen und bedeutet 'Auftrag, jemanden zu vertreten'. Mit einem Mandat bekommt der Kandidat also den Auftrag, die Menschen, von denen er gewählt wurde, im Bundestag zu vertreten. Denn sie haben ihm seine Stimme gegeben, weil sie glauben, dass er sich im Bundestag für ihre Interessen einsetzt und Entscheidungen trifft, die sie gut finden. Die Hälfte der Plätze im Bundestag ist durch Direktmandate aus den Wahlkreisen vergeben.

Die zweite Stimme bekommt eine Partei

Hand hält Wahlbrief in den Schlitz einer Wahlurne

Ein Wähler muss nicht unbedingt in ein Wahllokal gehen, er kann seine Stimme auch per Post schicken

Für Kandidaten, die nicht direkt gewählt wurden, gibt es eine andere Möglichkeit, einen Sitz im Bundestag zu bekommen. Denn über die andere Hälfte der Plätze entscheiden die Wähler mit ihrer Zweitstimme. Damit wählen sie nämlich die Partei, die sie am besten finden. Alle Parteien erstellen in den verschiedenen Bundesländern Listen, auf denen sie ihre Kandidaten in einer bestimmten Reihenfolge aufschreiben, so dass die wichtigsten am Anfang stehen. Jetzt kommt es darauf an, wie viele Stimmen eine Partei bekommt: Nur wenn mindestens fünf Prozent der Wähler in einem Bundesland die selbe Partei wählen, darf diese Partei Kandidaten von ihrer Liste in den Bundestag schicken – und je mehr Stimmen sie bekommt, desto mehr Kandidaten der Partei dürfen in den Bundestag. Je weiter unten ein Kandidat auf der Liste steht, desto geringer wird seine Chance auf einen Platz im Bundestag. So werden die restlichen Plätze vergeben.

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