Hip-Hop-Tanzen: Spaß von A bis Z

Rock Steady Crew

Hip-Hop-Tanzen: Spaß von A bis Z

B

Battle
"Battle" ist englisch und bedeutet Kampf. Bei Battles treten zum Beispiel Rapper, aber auch Tänzer oder Tanzgruppen gegeneinander an. Battles, die in Clubs oder auf der Straße stattfinden, werden in der Regel durch den Jubel und den Applaus des Publikums entschieden. Bei Wettkämpfen gibt es eine Jury, die über den Sieg entscheidet.

Breakdance/B-Boying
Breakdance ist ein Tanzstil der Hip-Hop-Bewegung. Er entstand in den 1970er Jahren in den New Yorker Stadtteilen Manhatten und Bronx. Breakdance wird auch Breaking, B-Boying oder B-Girling genannt und ist ein sehr athletischer Tanzstil. Er verbindet tänzerische Bewegungen mit eingefrorenen Stellungen und Powermoves - schnellen Drehungen auf verschiedenen Körperteilen, zum Beispiel dem Kopf oder dem Rücken.

C

Clowning
Clowning ist ein Tanzstil, der sich in den 1990er Jahren in Los Angeles entwickelt hat. Das auffälligste Merkmal des Clowning ist die bunte, clownhafte Gesichtsbemalung der Tänzer. Clowning besteht hauptsächlich aus Tanzbewegungen, den moves und soll unterhaltsam sein. Erfinder des Clowning war Thomas Johnson, ein ehemaliger Drogendealer. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis trat er unter dem Namen "Tommy the Clown" als Hip-Hop-Clown auf. Mit seinem neuen Stil war er so erfolgreich, dass er ein paar Jahre später eine eigene Tanzschule, die Clown-Dancing-Academy gründete. Tänzer aus seinen Tanzcrews entwickelten später aus dem Clowning den so genannten Krumping-Stil.

D

DTHO
Die Abkürzung steht für Deutsche Tanzlehrer- & HipHop-Tanzlehrer Organisation. Die DTHO führt unter anderem Deutsche Hip-Hop-Tanz Meisterschaften durch.

E

Electric Boogie
Ein Tanzstil im Hip-Hop. Er zeichnet sich vor allem durch fließende und rollende Bewegungen mit Knien, Hüften oder dem Kopf aus.

F

Freestyle
Freestyle ist eine Tanzkategorie, bei der ein einzelner Tänzer Figuren und Bewegungen frei kombinieren kann. Diese Art des Hip-Hop-Tanzes erfordert viel Kreativität und ermöglicht es dem Tänzer, seinen eigenen Stil zu entwickeln.

H

Hip-Hop
Hip-Hop ist eine kulturelle Bewegung, die in den 1960ger und 1970ger Jahren in den afroamerikanischen Ghettos Amerikas entstand. Die ersten Bestandteile der Hip-Hop-Kultur waren der Rap-Gesang, das DJing, B-Boying (Breakdance) und das Graffiti-Writing. Die verschiedenen Kunststile des Hip-Hop wurden immer beliebter und verbreiteten sich in der ganzen Welt. Mittlerweile wird auch das Beatboxing, bei dem mit dem Mund, der Nase und dem Rachen Geräusche und Rhythmen von Instrumenten nachgemacht werden, zur Hip-Hop-Kultur.

K

Krumping
Ein schneller und aggressiver Freestyle-Tanz. Die Krump-Tänzer erzählen mit ihren Tänzen Geschichten, die "Taunts" genannt werden. Bei Vorführungen beziehen Krump-Tänzer ihr Publikum oft mit in die Tänze ein und animieren zum mitmachen. Die Gründer des Krumping waren ehemalige Tanzschüler der Clown-Dancing-Academy. Sie wollten nicht mehr nur zur Unterhaltung tanzen, sondern ihren Auftritten einen tieferen Sinn geben. Krumping wird auf der Straße, aber auch in Kirchen getanzt. Viele Krump-Tänzer sehen in ihrem Tanzstil nämlich eine Art des Gebetes. Seit 2002 hat sich das Krumping in der Tanzszene immer mehr gegen das Clowning durchgesetzt.

L

Locking
Locking ist einer der wichtigsten Tanzstile im Hip-Hop. Die Schritte und Bewegungen im Locking, die so genannten Locks, sind häufig groß und erinnern teilweise an die Bewegungen von Zeichentrickfiguren. Deshalb tragen einige Locks auch Namen wie Scooby Doo oder Tom und Jerry. Viele Locking-Figuren zeichnen sich auch dadurch aus, dass schnelle Bewegungen abrupt gestoppt, kurz gehalten und dann wieder schnell weiter getanzt werden.

P

Popping
Popping ist ein Hip-Hop-Tanzstil, der in den 1960er Jahren an der Westküste der USA entstand. Der Name (engl. to pop = knallen) beschreibt die abrupten Bewegungen der Tänzer, die durch schnelles anspannen und entspannen der Muskeln entstehen. Viele der Moves im Popping sind roboterartig. Sie werden mich weicheren Tanzelementen kombiniert. Zum Popping gehört unter anderem auch der Moonwalk, der durch Michael Jackson weltberühmt wurde. Beim Moonwalk bewegt der Tänzer seine Beine so, als würde er Vorwärts laufen. Tatsächlich bewegt er sich aber nach hinten.

S

Streetdance
Der Begriff Streetdance umfasst alle Tanzarten, die sich auf der Straße entwickelt haben. Dazu zählen der Breakdance und die anderen Tanzstile der Hip-Hop-Kultur.

Darstellung: