Sportgeschichte

Sportgeschichte

James Naismith, der Erfinder des Basketball, demonstriert den Sport mit seiner Frau Maude auf einer Wiese.

Basketball ist eine der wenigen Sportarten, die von einer Einzelperson erfunden wurden – in diesem Fall dem kanadischen Sportlehrer Dr. James Naismith im Jahr 1891 in den USA. Naismith suchte nach einer Möglichkeit, seine footballbesessenen Schüler auch im frostigen Winter in der Halle zu fordern. Es musste ein neues (Ball)Spiel her, das sie richtig begeisterte.

Szene aus einem Basketballspiel zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Zunächst hatte Naismith vor, einfach an beiden Enden der Halle Holzkästen (es wurden schließlich Pfirsichkörbe, da nichts anderes zur Hand war) zu platzieren, die als Tor dienten. Er befürchtete dann aber, es könnte vor dem Kasten zu starken Rangeleien kommen. So kam ihm die Idee, die Kästen vom Schulhausmeister in einer Höhe von 3,05 Metern anbringen zu lassen. Dort hängen die modernen Körbe übrigens auch heute noch.

Zeichnung einer Spielszene aus den Anfängen des Basketball 1992.

In weniger als einer Stunde verfasste Naismith genau 13 Regeln für das neue Spiel. Die dritte und wichtigste Regel war das Verbot des Laufens mit dem Ball. Das 'no travelling' ist bis heute noch eine der elementaren Vorschriften, allerdings darf gedribbelt werden. Basketball war bei seiner Geburtsstunde noch ein reines Pass- und Wurfspiel, bei dem der Ball im Stand gefangen werden sollte und so oft weiter gepasst wird, bis sich ein Spieler in guter Wurfposition für ein 'Tor' befindet.
Die ersten offiziellen Basketballspiele fanden 1892 in und um Springfield statt. In den frühen Spielen wurde meist nur ein einziger Treffer erzielt. Einen Vorteil hatte das, denn anfangs mussten die Bälle recht mühsam mit einem Stock aus dem Korb gefischt werden. Erst 1906 wurde das bekannte unten offene Netz eingeführt.

Spielszene unter dem Korb bei einem College-Basketballspiel im Jahr 1965.

Vor allem an Colleges und Universitäten in den USA setzte sich die neue Sportart schnell durch und fand immer mehr Anhänger. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bildeten sich auch die ersten berühmten Mannschaften wie zum Beispiel die Buffalo Germans. Ihr Team präsentierte auch das Basketballspiel erstmals bei den Olympischen Sommerspielen 1904 in St. Louis, allerdings noch nicht im offiziellen Wettkampfprogramm. Richtig professionell wurde der Basketball erst mit der Gründung der ABL, der American Basketball League 1925. Sie änderte noch einige Regeln und führte unter anderem das Rückbrett hinter den Körben offiziell ein.

Scottie Pippen, Michael Jordan, Clyde Drexler und Karl Malone aus dem „Dream Team“ der US-Basketballmanschaft bei der Siegerehrung nach ihrem Olympiasieg 1992.

Auch in Europa erfreute sich Basketball immer größerer Beliebtheit. Zu Beginn der 30er Jahre wurde die Ballsportart dann tatsächlich ins Olympische Programm aufgenommen. Aber erstmal nur für Amateure. Erst 1992 durften auch die Profis der 1949 gegründeten amerikanischen NBA (National Basketball Association) an den Olympischen Spielen teilnehmen, was dem Basketball einen weiteren Schub an Beliebtheit einbrachte. Es folgte der Beginn eines grandiosen Siegeszugs der amerikanischen Nationalmannschaft, des 'Dream Teams'. Von 19 Olympischen Basketballwettbewerben gewannen sie 14!

Basketball liegt auf dem Boden einer Schulturnhalle, im Hintergrund sitzen Kinder.

In Deutschland wurde der Deutsche Basketball Bund 1949 in Düsseldorf gegründet. Eine Bundesliga gibt es seit den 60er Jahren. Heute spielen mehr als 200.000 Menschen in Deutschland in einem Verein Basketball. Tendenz: steigend! Und auch der Schulsport in Deutschland hat das Basketballspielen für sich entdeckt. In immer mehr Schulen gehört Basketball fest in den Unterrichtsplan.

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