Pflanzen als Eindringlinge

Pflanzen als Eindringlinge

Jedes Jahr werden viele neue Pflanzenarten zu uns eingeschleppt. Einige davon richten hier großen Schaden an.

Goldrute

Manche Pflanzen sind früher nicht hier bei uns gewachsen, sondern wurden irgendwann mal hierher gebracht. Wenn sie sich sehr schnell ausbreiten oder sogar Schaden anrichten, nennt man sie „invasiv“. So wie diese leuchtend gelbe Goldrute.

Manche Pflanzen sind früher nicht hier bei uns gewachsen, sondern wurden irgendwann mal hierher gebracht. Wenn sie sich sehr schnell ausbreiten oder sogar Schaden anrichten, nennt man sie „invasiv“. So wie diese leuchtend gelbe Goldrute.

Der Riesen-Bärenklau ist früher nur im Kaukasus gewachsen. Aber schon seit einiger Zeit breitet er sich auch bei uns rasend schnell aus: Eine einzige Pflanze produziert ungefähr 20.000 Samen im Jahr. Der Saft des Riesen-Bärenklaus kann die Haut schwer verätzen. Um diese Pflanze solltet ihr also einen großen Bogen machen!

Sieht schön aus, ist aber gefährlich für andere Pflanzen: Die Kudzu-Pflanze kommt eigentlich aus Ostasien, also China, Japan und Korea. Sie braucht nur ein paar Jahre, um alle anderen Pflanzen, die neben ihr gewachsen sind, komplett zu überwuchern und zu zerstören.

Die Gelbe Scheinkalla kommt aus Nordamerika und hat einen witzigen Spitznamen: Man nennt sie auch Stinktierkohl. Weil die Blüten so toll aussehen, hat man diese Pflanze früher an vielen Stellen angepflanzt: Zum Beispiel in Botanischen Gärten oder Schlossgärten. Inzwischen verbreitet sie sich aber auch an anderen Stellen sehr dicht und verdrängt dort, wo sie wächst, die heimischen Pflanzen.

Sieht ganz harmlos aus, kann aber zum Problem werden: Der Staudenknöterich ist sehr robust und wächst ganz besonders stark. So verursacht er jedes Jahr viele Schäden, weil er zum Beispiel in Bauwerke hineinwuchert und andere Pflanzen verdrängt.

Die Späte Traubenkirsche kommt eigentlich aus Nordamerika. Bei uns verbreitet sie sich schnell: An einem älteren Baum wachsen bis zu 8000 Früchte im Jahr, die dann von Vögeln und Säugetieren weitergetragen werden. Weil das Laub des Baumes so schattig ist, kriegen andere Pflanzenarten nicht mehr genügend Licht ab.

Das Großblütige Heusenkraut ist eine Wasserpflanze aus Südamerika. Hier bei uns haben es vor allem Menschen gepflanzt, um ihr Aquarium oder ihren Gartenteich schöner zu machen. Das Problem: Die kleine Pflanze verbreitet sich schnell, die gelben Blüten legen sich wie ein Teppich auf die Wasseroberfläche von heimischen Gewässern - andere Pflanzen bekommen so keine Luft mehr.

Der Götterbaum gehört zu den invasiven Arten, die besonders große Probleme machen. Denn da, wo er wächst, verdrängt er andere Pflanzen. Und nichts kann ihm so richtig gefährlich werden. Trockenheit macht ihm nichts aus, und auch wenn man in abschneidet, wuchert er sofort wieder nach.

Stand: 12.07.2018, 18:04 Uhr

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