Nachrichten für Kinder: Wildreis sichert die Ernährung der Welt

Ähren des Wildreises "Oryza rufipogon"

Nachrichten für Kinder: Wildreis sichert die Ernährung der Welt

Das sagen Wissenschaftler der Weltnaturschutzunion. Sie fordern deshalb, dass die wilden Verwandten von Reis, Yam und Weizen erhalten bleiben.

Wilde Feldfrüchte sind wichtig

KiRaKa | 05.12.2017 | 02:21 Min.

Die Liste der Tier- und Pflanzenarten, die vom Aussterben bedroht sind, wird immer länger. Am Dienstag hat die Weltnaturschutzunion eine neue rote Liste herausgegeben, auf der dies steht.

Mehr als 91.000 Tier- oder Pflanzenarten beobachten die Wissenschaftler, und etwa jede Vierte davon ist gefährdet. Delfine gibt es zum Beispiel nur noch weniger als halb so viele wie noch vor 60 Jahren.

Menschen verdrängen die Natur

Sie geraten in die Netze von riesigen Fischfang-Booten. Viele andere Tiere und Pflanzen sterben aus, weil Wälder abgeholzt werden, es immer weniger naturbelassene Flächen gibt oder die Spritzmittel der Landwirte ihnen schaden.

Wilde Feldfrüchte unter der Lupe

Für die aktuelle rote Liste haben die Wissenschaftler der Weltnaturschutzunion besonders die wilden Verwandten von Weizen, Reis und Yam unter die Lupe genommen.

In Deutschland pflanzen die Bauern Weizen an, damit man aus den Körnern Brot und Brötchen backen kann. In Asien produzieren die Bauern hauptsächlich Reis und in Südamerika, Afrika und Asien essen viele Menschen jeden Tag Yam-Wurzeln.

Bauern nutzen Zuchtformen

Weizen, Reis und Yam haben eins gemeinsam: Die Bauern pflanzen so genannte Zuchtformen, an denen Forscher jahrhundertelang gearbeitet haben, damit sie soviel Essen bringen wie sie das heute tun. Aber Weizen, Reis  und Yamwurzel sind aus wilden Pflanzen entstanden, und diese "wilden Verwandten" wachsen heute noch in der freien Natur.

Wilde Arten werden in Zukunft gebraucht

Biologen sagen: Diese wilden Weizen-, Reis- und Yam-Pflanzen sollten wir gut schützen. Wir werden sie eines Tages noch brauchen. Sie haben Eigenschaften, , die wir in Zeiten des Klimawandels gut gebrauchen können: zum Beispiel, dass sie gut mit Trockenheit fertig werden können.

Denn durch den Klimawandel wird es ja in großen Teilen der Welt weniger regnen, es wird also häufiger mal trocken sein. Und wenn man dann die Eigenschaften von wilden und landwirtschaftlichen Sorten kreuzt, dann hat man auch in Zukunft eine gute Ernte und kann Milliarden von Menschen satt machen.

Wilde Feldfrüchte drohen auszusterben

Leider sind viele wilde Weizen-, Reis- und Yam-Arten vom Aussterben bedroht. Aber jetzt, wo man das weiß, könne die Welt ja etwas dafür tun, damit diese wilden Pflanzen nicht immer seltener werden, sagen die Wissenschaftler.

Stand: 05.12.2017, 19:00

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