Nachrichten für Kinder: Natürschützer sammeln Kuckucksrufe

KiRaKa, Klicker, Bildergalerie, Fotostrecke, Kuckuck

Nachrichten für Kinder: Natürschützer sammeln Kuckucksrufe

Naturschützer wollen herausfinden, ob der Kuckuck sich an den Klimawandel anpasst. Deshalb sollen sich alle melden, die einen Kuckuck hören.

Kuckuckszählung in Deutschland

KiRaKa Thema des Tages | 09.04.2018 | 03:47 Min.

Download

Habt ihr schon einen Kuckuck in diesem Jahr gehört? Dann könnt ihr bei einer Aktion von Naturschützern mitmachen. Der NABU ruft in diesem Frühjahr wieder zur Meldung der ersten Kuckucks-Rufe auf. Die Naturschützer wollen dadurch erfahren, wie sich der Zugvogel an den Klimawandel anpasst.

Eier in fremden Nestern

Kuckucke – das wisst ihr vielleicht - legen ihre Eier in die Nester anderer Vögel – zum Beispiel bei Rotkehlchen, beim Hausrotschwanz oder auch bei Zaunkönigen. Und die beginnen immer früher mit der Brut, was mit dem Klimawandel zusammenhängt.

Auf den Klimawandel einstellen

Um sich erfolgreich fortzupflanzen, muss der Kuckuck sich darauf einstellen. Das scheint in einigen Fällen zu funktionieren, denn die Auswertung der Kuckuck-Rufe der vergangenen Jahre habe gezeigt, dass sich der Kuckuck grundsätzlich an den Klimawandel anpassen kann. Das heißt, einige Kuckucke kommen früher wieder nach Deutschland. So können sie ihre Eier in fremde Nester von Singvögeln legen. Denn die beginnen - bedingt durch den Klimawandel - immer früher mit ihrer Brut. Das sagen die Naturschutz-Experten. Falls ihr einen Kuckucksruf melden möchtet, sucht auf der Seite des NABU Hessen.

Alles über den Kuckuck

Warum heißt der Kuckuck eigentlich Kuckuck? Weil sich sein Ruf, den man ab und zu im Wald hören kann, sich genau so anhört: "Kuck Kuck"! Klickt euch durch die Bildergalerie, um noch mehr über diesen spannenden Vogel zu erfahren!

KiRaKa, Klicker, Bildergalerie, Fotostrecke, Kuckuck

Ein Kuckuck ist nicht gleich Kuckuck. Ingesamt gibt es weltweit etwa 130 verschiedene Arten. "Unser" Kuckuck hier in Deutschland hört auf den lateinischen Namen Cuculus canorus. Er ist in etwa so groß wie eine Taube.

Ein Kuckuck ist nicht gleich Kuckuck. Ingesamt gibt es weltweit etwa 130 verschiedene Arten. "Unser" Kuckuck hier in Deutschland hört auf den lateinischen Namen Cuculus canorus. Er ist in etwa so groß wie eine Taube.

Im Gegensatz zur Taube ist der Kuckuck aber ein eher scheuer Vogel. Er meidet Menschen und zieht sich lieber tief in die Wälder zurück. Meist hört man ihn also nur - oder man sieht ihn weit oben in der Luft fliegen.

Ein Kuckuck-Männchen ist grau, sein Bauch gestreift. Kuckuck-Weibchen sind leicht rosa, manchmal auch rostbraun. Die Mehrzahl von Kuckuck ist übrigens nicht "Kuckucks", sondern Kuckucke!

Im Winter ziehen die Kuckucke in den Süden bis an den Äquator in Afrika. Sie zählen damit zu den Zugvögeln, die die längsten Strecken zurücklegen. Dabei fliegen sie meist nachts.

Kuckucke sind Insektenfresser. Sie fressen Schmetterlingsraupen, Heuschrecken, Käfer und Libellen. Weibchen fressen auch die Eier von anderen Vögeln!

Berühmt sind Kuckucke neben ihrem Ruf auch für ihre Kuckuckseier. Das Weibchen brütet die Eier nämlich nicht selbst aus, sondern verteilt sie in den Nestern anderer Vögel und lässt diese die Arbeit machen!

Schlüpft ein Jungkuckuck in einem solchen fremden Nest, schiebt er schnell alle anderen Eier aus dem Nest und lässt sich alleine von seinen Stiefeltern füttern.

Ihr seht: Der Kuckuck ist ein ganz besonderer Vogel. Und wer gar nicht genug bekommen kann, kauft sich eine Kuckucksuhr, bei der ein nachgemachter Vogel einmal in der Stunde aus dem Gehäuse heraus ruft: Kuckuck!

Stand: 09.04.2018, 18:10

Darstellung: