Ministerium sieht keine Häufungen von Fehlbildungen in NRW

Fürsorge - eine der wichtigsten Formen von Menschlichkeit  (19.08.2011)

Ministerium sieht keine Häufungen von Fehlbildungen in NRW

  • Gesundheitsministerium hat Geburtskliniken in NRW befragt
  • Ergebnis: Keine Häufung an Fehlbildungen bei Neugeborenen
  • Drei Fälle in Gelsenkirchen waren Auslöser

Wie das NRW-Gesundheitsministerium am Montag (30.09.2019) mitteilte, gibt es keine Häufung von Arm- und Handfehlbildungen bei Neugeborenen in bestimmten Städten. Das hat eine Befragung aller Geburtskliniken in Nordrhein-Westfalen ergeben.

Vor gut zwei Wochen war eine Häufung solcher Fehlbildungen in einer Klinik in Gelsenkirchen bekanntgeworden. Dort waren innerhalb kurzer Zeit gleich drei Kinder mit einer Hand-Fehlbildung zur Welt gekommen.

Weitere Datenanalyse steht an

Bei den drei Gelsenkirchener Babys waren die Hände nicht vollständig ausgebildet. Bei zwei Kindern war die linke, bei einem die rechte Hand betroffen. Solche Fehlbildungen hätten die Ärzte seit Jahren nicht gesehen, hieß es.

Das Ministerium konnte bei der NRW-weiten Abfrage der Kliniken weder regionale Häufungen, noch eine erkennbare Steigerung solcher Fälle in den letzten Jahren feststellen. Solche Fehlbildungen kämen nur bei deutlich weniger als 0,1 Prozent aller Geburten vor.

Die gesammelten Informationen sollen jetzt aber noch einmal genauer analysiert und mit anderen Daten verglichen werden.

Landesweite Abfrage nach Fehlbildungen bei Babys

WDR 5 Morgenecho - Interview 16.09.2019 05:07 Min. Verfügbar bis 15.09.2020 WDR 5

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Stand: 30.09.2019, 13:09

Kommentare zum Thema

8 Kommentare

  • 8 Hans 01.10.2019, 17:33 Uhr

    Wenn der WDR bitte den beleidigenden Kommentar vom 30.09.2019, 20:12 Uhr löschen könnte. Danke.

  • 7 Nico DaVinci 01.10.2019, 11:45 Uhr

    Man möchte beinahe die Frage stellen, wie diese "Untersuchung" wohl ausgegangen wäre, wenn eines der Kinder der Involvierten mit einer solchen Fehlbildung auf die Welt gekommen wäre... Eine solch offensichtliche lokale Häufung unter den Teppich kehren zu wollen ist nicht geeignet, das Vertrauen in die zuständigen Behörden zu stärken. Ganz im Gegenteil. Was hier geschieht ist eine Sauerei. Unerträglich.

  • 6 Geraldine 01.10.2019, 10:19 Uhr

    Vielleicht liegt es an den ganzen elektromagnetische Wellen, die immer mehr werden? Es gibt bereits eine Studie darüber. In der Schweiz ist das gleiche mit Kühen passiert und neben den Feldern standen riesen Antennen Anlagen.

  • 5 Hans 01.10.2019, 04:40 Uhr

    Ich finde es richtig und gut, dass dennoch weiter nach der Ursache gesucht wird. Auch wenn es keine statistisch signifikante Steigerung zu geben scheint, müssen die Betroffenen ihr Leben lang mit der Fehlbildung leben.

  • 4 David Tennend 30.09.2019, 21:35 Uhr

    Ich frage mal was ganz einfaches? Was wären die Gemeinsamkeiten??? Rhesus negative Blutgruppe? Nahrungsergänzung in der Schwangerschaft? Irgend eine Impfung? Drogenkonsum? Ein Bestimmtes Getränk? Gemüse aus dem Garten? Ihr bekommt so einfache Fragen nicht Rechagiert??? Aber eine Häufung gibt es nicht. Die Leute wollen die Ursache wissen!

  • 3 Marcus 30.09.2019, 20:51 Uhr

    170000 Geburten pro Jahr in NRW. Etwa 130 Geburtskliniken. Im Mittel etwas mehr als 1000 Geburten pro Klinik. Bei Erwartungswert Fehlbildung von 0,1% 1 Fall pro Jahr pro Klinik. Angenomnen konstante Rate gilt Poissonverteilung. Heißt mittlere Schwankungsbreite = Auftretwahrscheinlichkeit = +/- 1 pro Jahr in jeder Klinik. 3 Fehlbildungen in einer Klinik in 1 Monat(?) ist damit, 3 pro Monat weit ausserhalb einer Zufallsverteilung von +-1 pro Jahr. Irgendjemand sollte mal nochmal nachdenken. Und sich nicht auf regionale Häufungen oder ähnliches konzentrieren. Bei so geringer Rate wäre die nur über viel längere Zeiträume und großflächiger Ursache erkennbar. (Anmerkung Antwort auf ersten Kommentar: wie ein verkapptes Adolf Hitler Pseudonym bei diesem Thema noch der Nettiquette entspricht, bei der unsinnigen trolligen Antwort, bleibt ein Geheimnis des WDR)

  • 2 icke 30.09.2019, 19:46 Uhr

    Das Poblem ist für Nicht-Direkt-Betroffene immer wieder der Umgang von staatlichen Stellen mit solchen aufgezeigten Problemen: 1) Es wurden keine Daten erhoben/gesammelt - eine genaue Zahl von Betroffenen ist also unbekannt. 2) Aufmerksames "nicht studiertes" Personal meldet Auffälligkeiten. 3) Man dreht ein paar Wochen Däumchen 4) Es gibt zwar immer noch keine Daten aber man meldet schon mal, dass jeder Aufreger nur Panikmache ist, und alles ist gut Eigentlich sollte die Contergan Problematik zu extremer Wachsamkeit geführt haben. JEDE Abweichung von der Norm sollte daher zumindest gesammelt, also statistisch erfasst werden. Und bei einer "zufälligen" Häufung muss eben erst mal davon ausgegangen werden, dass dort eben KEIN Zufall im Spiel ist. Dass Pharmariesen genug "Spenden" um Probleme hübsch unter den Teppich zu kehren halten inzwischen eine Mehrzahl von Wählern für wahrscheinlich, daher sollten die EHRLICHEN Politiker ein hohes Mass anTRANSPARENZ anstreben!

  • 1 Lutz Eveline 30.09.2019, 17:00 Uhr

    1978 sind auch in Schwedt /Oder 3 Kinder kurz hintereinander geboren eine davon was meine Tochter ich war am Böser zerstört (trinke nicht rauche nicht warum ich?????)

    Antworten (1)
    • Adulf Hidtlar 30.09.2019, 20:12 Uhr

      Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)