FAQ zum Kandidat:innen-Check 2021

Sprechblase mit Text, Fragezeichen, Ausrufezeichen

Fragen und Antworten

FAQ zum Kandidat:innen-Check 2021

Sie sind Direktkandidat:in und wollen beim WDR Kandidat:innen-Check mitmachen, haben aber noch ein paar Fragen zum Ablauf? Und was ist der Kandidat:innen-Check überhaupt genau? In unserem FAQ bekommen Sie Antworten auf Ihre Fragen.

Was ist der Kandidat:innen-Check? 

Der Kandidat:innen-Check ist ein digitales Angebot des WDR, das sich an die Wähler:innen der Bundestagswahl 2021 richtet. Diese können dabei ihre Direktkandidat:innen kennenlernen.

In selbst gedrehten Videos stellen sich die Kandidat:innen vor. Alle beantworten darin die drei gleichen Fragen. Für alle gelten die gleichen Bedingungen, damit die Wähler:innen die Personen und Standpunkte direkt vergleichen können. So soll ihnen ermöglicht werden, vor ihrer Wahlentscheidung einen authentischen Eindruck von den Kandidat:innen zu gewinnen.

Wie funktioniert der Kandidat:innen-Check? 

Sie treten als Direktkandidat:in in NRW zur Bundestagswahl 2021 an oder haben es vor? Dann können Sie sich ab sofort bei der Redaktion des Kandidat:innen-Checks melden.

Wir schicken allen Teilnehmer:innen eine Mail mit weiteren Informationen und einem persönlichen Link zu. Sobald sie diesen erhalten haben, können sie ihre Videos drehen und hochladen. Das muss spätestens bis zum 19. Juli erfolgen. Danach eingereichte Videos können nicht mehr berücksichtigt werden. Das Veröffentlichungsdatum des Kandidat:innen-Checks orientiert sich am Datum des Versands der Briefwahlunterlagen, also vermutlich spätestens Mitte August.

Sie sind teilnahmeberechtigt, haben aber noch keine Mail vom Kandidat:innen-Check bekommen? Dann melden Sie sich bitte bei der Redaktion. Mail: kandidatencheck@wdr.de oder Telefon:  +49 (221) 220-1451 .

Wer kann beim Kandidat:innen-Check teilnehmen?

Teilnahmeberechtigt sind Personen, die sich als Direktkandidat:innen bei einer Partei oder parteilos für die Bundestagswahl 2021 in ihrem Wahlkreis in NRW aufstellen lassen. Die Teilnahme ist freiwillig.

Warum sollte ich beim WDR Kandidat:innen-Check teilnehmen?

Der WDR bietet den Direktkandidat:innen die Möglichkeit, ihre Wähler:innen direkt anzusprechen und sie von sich zu überzeugen. Weit mehr als 1.000.000 Nutzer:innen aus den verschiedensten Zielgruppen haben unsere Angebote bei den letzten Wahlen in NRW erreicht.

Die Teilnehmer:innen können so auch unter den Bedingungen der Corona-Pandemie in einen direkten Vergleich mit ihren Mitbewerber:innen gehen – digital.

Wie kann ich teilnehmen?

Direktkandidat:innen können sich per Mail an kandidatencheck@wdr.de oder telefonisch unter  +49 (221) 220-1451 an die Redaktion wenden und sagen, dass sie teilnehmen wollen. Sie bekommen dann eine Mail mit weiteren Informationen und einem persönlichen Link, mit dem die Einsendungen über eine spezielle Internetseite abgeschickt werden können. Einsendeschluss ist der 19. Juli 2021 um 24.00 Uhr.

Um möglichst viele Teilnehmer:innen so früh wie möglich zu erreichen, recherchiert die Redaktion potenzielle Direktkandidat:innen der 64 Wahlkreise in NRW. Aber viele Kandidat:innen machen nicht frühzeitig öffentlich, dass sie antreten werden. Deshalb wenden wir uns gleichzeitig an die Wahlleiter:innen und Parteien, mit der Bitte, die Direktkandidat:innen über eine mögliche Teilnahme am Kandidat:innen-Check zu informieren. Auch über Hörfunk, Fernsehen, Online-Angebote, Social Media und sogar Plakate versuchen wir die Kandidat:innen zu erreichen und sie zu bewegen, sich zu melden.

Was muss ich als Teilnehmer:in einsenden?

Die Redaktion benötigt von den Teilnehmer:innen neben personenbezogenen und persönlichen Angaben ein (Porträt-) Foto, drei Einzelvideos von je max. 60 Sekunden Länge, in denen je eine Frage beantwortet wird, und kurze, schriftliche Antworten zu drei weiteren Fragen.

Welche drei Fragen sollen in den Videos beantwortet werden?

In den drei Videos soll je eine der drei folgenden Frage beantwortet werden:

  • Frage 1: Welche Erfahrungen ziehen Sie persönlich aus der Corona-Krise und welchen Einfluss hat das auf Ihre politische Arbeit?
  • Frage 2: Wie viel Handlungsbedarf sehen Sie in Sachen Klimaschutz und was sind Ihre konkreten Konzepte?
  • Frage 3: Welche weiteren Themen in Ihrem Wahlkreis halten Sie für wichtig und wie wollen Sie diese anpacken?

Wie kann ich das Material abschicken?

Um das Material hochzuladen, wird eine spezielle Internetseite verwendet. Dafür bekommen die Teilnehmer:innen je einen persönlichen Link. Dieser kann mehrmals geöffnet werden, um sich das Online-Formular anzugucken. Aber: Jede:r Kandidat:in kann das Material nur ein einziges Mal und in einem einzigen Upload-Vorgang abschicken. Danach lässt sich der Link nicht erneut öffnen.

Wie lang werden die Videos?

Die Kandidat:innen nehmen je drei Videos auf. Jedes einzelne Video darf nicht länger als 60 Sekunden sein. Sollten sie diese Zeit überschreiten, können sie automatisch nicht hochgeladen werden. In jedem Video wird eine der drei Fragen beantwortet.

Die Fragen werden vor den Videos jeweils eingeblendet. Anschließend wird dies alles zu einem Video zusammengefügt, so dass die Wähler:innen nach der Veröffentlichung nur ein längeres Video pro Kandidat:in sehen werden. Wichtig ist: Der WDR wird die Einsendungen inhaltlich nicht bearbeiten oder kürzen.

Wieso gibt es eine Zeitbeschränkung für die Antworten?

Mit der zeitlichen Begrenzung sollen ausschweifende Antworten vermieden werden. Außerdem nimmt die Aufmerksamkeit der Nutzer:innen erfahrungsgemäß nach ungefähr drei Minuten stark ab. Da sich die Gesamtlänge des zusammengesetzten Videos an diesem Wert orientiert, dürfen die einzelnen Antworten maximal 60 Sekunden lang sein.

Kürzere Antworten sind natürlich immer möglich.

Wie groß muss das Foto mindestens sein?

Das (Porträt-)Foto muss mindestens 1440 Pixel hoch und 1080 Pixel breit sein. Das verbessert die Auffindbarkeit und ansprechende Darstellung bei Suchmaschinen, die Fotos mit geringerer Pixelgrößer weniger beachten.

Verändert oder kürzt der WDR die Videos der Kandidat:innen?

Nein, der WDR verändert inhaltlich keines der Videos. Auch werden die Videos nicht gekürzt. Videos, die länger als 60 Sekunden sind, können automatisch nicht über das Online-Formular hochgeladen werden.

Damit die Videos für die User:innen besser zu nutzen sind, werden die drei Einzelvideos zu einem Video zusammengefügt und die Fragen vor den jeweiligen Antworten eingeblendet. Weil die große Mehrheit der User:innen die Videos auf ihren Smartphones sehen, werden die Videos quadratisch ausgespielt.

Werden wirklich alle Antworten ins Netz gestellt?

Es gibt vier Gründe, warum ein Video nicht beim Kandidat:innen-Check veröffentlicht wird:

1. )Der Kandidat:innen-Check ist ein redaktionelles Projekt und wird unter journalistischen Gesichtspunkten umgesetzt: Wie in jedem klassischen Interview stellen wir nach journalistischen Kriterien Fragen und Kandidat:innen antworten. Die Antworten dürfen nur maximal 60 Sekunden lang sein und werden durch die Redaktion weder gekürzt noch inhaltlich verändert. Der Kandidat:innen-Check fällt damit unter die redaktionelle Berichterstattung und unterliegt den dafür geltenden Regelungen. Das heißt insbesondere: Meinungsäußerungen sind erlaubt (Art. 5 Abs. 1 GG), soweit sie nicht das Maß des Zulässigen überschreiten und nicht als Schmähkritik die Rechte Dritter verletzen. Außerdem darf durch die Äußerung kein Straftatbestand verwirklicht werden. Verboten ist auch, Material zu verwenden, dessen Rechte man nicht besitzt und auf dem andere Personen zu erkennen sind. Ebenso dürfen keine Parteilogos, Wahlplakate oder ähnliches im Bild zu sehen sein.
Wenn Videos gegen die eben genannten Regeln verstoßen, werden die betroffenen Kandidat:innen kontaktiert.

2.) Sollten Teilnehmer:innen nach dem Einsenden unzufrieden sein, können sie dies der Redaktion mitteilen und wir löschen das Video. Auch wenn das Video bereits veröffentlicht worden ist, wird es auf Wunsch gelöscht – aus Transparenzgründen allerdings mit einem entsprechenden Hinweis auf dem jeweiligen Profil.

3.) Wenn Teilnehmer:innen doch nicht an der Wahl teilnehmen. Wenn die offizielle Wahlliste veröffentlicht wird, werden alle Einsendungen überprüft und die Videos der Kandidat:innen, die definitiv nicht als Direktkandidat:in gewählt werden können, gelöscht.

4.) Wenn die Videos nach der Einsendefrist, 19. Juli 24 Uhr, abgeschickt werden.

Wieso werden genau diese drei Fragen in den Videos gestellt?

In Frage 1 und 2 werden zwei Themen angesprochen, die in diesem Wahlkampf bundesweit von großer Bedeutung sind: Die Folgen der Corona-Pandemie und der Klimawandel. Mit der dritten Frage soll ein regionaler Bezug ermöglicht werden: Die Wähler:innen wissen am besten, was in ihrer Region, in ihrem Wahlkreis politisch relevant ist. Entsprechend groß wird die Neugier sein, welche Themen der oder die Kandidat:in hier anspricht und welche Ideen und Lösungen sie anbieten.

Was passiert mit den persönlichen Daten?

Ein Teil der personenbezogenen Daten, die im Rahmen des Kandidat:innen-Checks erhoben werden, ist allgemein zugänglich, dazu zählen: Name, Partei, Wahlkreis, Wohnort und Alter am Wahltag.

Persönliche Daten wie Telefonnummer, Adresse oder E-Mail-Adresse werden nur für die Korrespondenz mit den Kandidat:innen im Rahmen des Angebots verwendet. Diese Daten werden nicht an Dritte weitergegeben und für keinen anderen Zweck als den genannten genutzt. Nach Abschluss des Projekts werden sie gelöscht.

Der Kandidat:innen-Check zur Bundestagswahl darf nach aktueller Rechtslage bis Ende 2025 online bleiben.

Welche Tipps für ein gelungenes Video gibt es?

Neben den allgemein üblichen Aspekten wie Bild, Licht , Ton etc. sollten Sie bei beim Kandidat:innen-Check beachten, dass die Videos quadratisch (1:1) ausgespielt werden. Sie sollten sich möglichst "mittig" im Bild platzieren. Außerdem ganz wichtig: Es dürfen aus rechtlichen Gründen keine Wahlplakate, (Partei-)Logos, Schriftzüge oder Ähnliches in den Videos zu sehen sein ("Wahlwerbung"). 

Diese Hinweise und viele weitere Tipps gibt es als ausführliche Anleitung und auch als Video.

Wer schon mal gucken möchte, wie die Videos aussehen können, kann mehr als 1.300 Videos beim Kandidatencheck 2020 zur Kommunalwahl anklicken. Dort können Sie auch einen guten Gesamteindruck vom Kandiadt:innen-Check bekommen und wie sich die Kandidat:innen für die Ämter Bürgermeister:in, Oberbürgermeister:in und Landrätin/Landrat präsentiert haben. Natürlich werden einige Details, wie z. B. die Fragen, nicht identisch sein, aber das Format und die Anmutung werden sehr ähnlich sein.

Ich habe den Einsendeschluss verpasst. Kann ich trotzdem noch teilnehmen?

Leider nein.  Videos, die nach der Frist eingesendet werden (19.07.2021 bis 24.00 Uhr), werden nicht mehr berücksichtigt. Eine Verlängerung der Frist ist im Interesse der Kandidat:innen nicht möglich, da alle die gleichen Chancen haben sollen.

Was ist, wenn ich nicht teilnehmen möchte?

Das ist schade, aber natürlich möglich. Denn die Teilnahme ist freiwillig.

Aber: Der Kandidat:innen-Check ist ein journalistisches Projekt und hat somit einen Anspruch auf Vollständigkeit. Das bedeutet: Name, Partei und Wahlkreis aller Direktkandidat:innen werden trotzdem auf unserer Seite erscheinen. Denn diese Informationen sind durch die offizielle Wahlliste öffentlich.

Wo wird der Kandidat:innen-Check zu sehen sein?

Der Kandidat:innen-Check wird auf verschiedenen Plattformen des WDR zu sehen sein: unter anderem bei WDR.de, 1LIVE, WDR 2, WDR 4 und bei der Lokalzeit.

Wann und wie lange werden die Videos online sein?

Die Veröffentlichung des Kandidat:innen-Checks orientiert sich am Datum des Versands der Briefwahlunterlagen im August. Die Videos werden bis Ende 2025 und somit etwas länger als die Legislaturperiode online stehen.

Seit wann gibt es den WDR Kandidat:innen-Check?

Der WDR Kandidat:innen-Check findet 2021 zum vierten Mal statt. Zur Landtags- und Bundestagswahl 2017 sowie 2020 zur Kommunalwahl haben wir ihn angeboten und weit mehr als eine Millionen Wählerinnen und Wähler haben ihn genutzt.

Wie viele Politiker:innen machen ungefähr mit?

In den vergangenen Jahren hat sich der WDR über eine rege Teilnahme gefreut. 2020 waren rund 1.300 Kandidat:innen beim Angebot zur Kommunalwahl dabei, mehr als 80 Prozent.

Auch dieses Jahr hoffen wir, dass möglichst viele Politiker:innen in den 64 Wahlkreisen in NRW mitmachen. Denn je höher die Zahl der Teilnehmer:innen, desto besser können die Wähler:innen vergleichen und entscheiden, wem sie ihre Stimme geben wollen.

Warum wurde der Name in Kandidat:innen-Check geändert?

Bislang hieß das Angebot Kandidatencheck. Sprache ist lebendig, sie wird geformt auch von gesellschaftlichen Veränderungen. Die Diskussion um das Gendern ist vielfältig, kleinteilig und mitunter fundamental - wie auch immer wir entscheiden, es wird kritische Reaktionen geben. Wir haben uns nach intensiven Diskussionen für den Namen  „Kandidat:innen-Check“ entschieden und möchten damit schon im Titel Männer, Frauen und Menschen diversen Geschlechts einbeziehen.

Warum gibt es einen Blog zum Kandidat:innen-Check?

Im Blog zum Kandiat:innen-Check können Interessierte einen Blick hinter die Kulissen werfen und aktuelle Informationen finden. Dort werden wir Beiträge schreiben, wenn wichtige Schritte auf dem Weg zum fertigen Kandidaten:innen-Check anstehen oder erfolgt sind. Außerdem freuen wir uns auf Anmerkungen und Reaktionen der User:innen.

Ich habe noch mehr Fragen, wo kann ich die loswerden?

Bei Fragen, Anmerkungen oder Wünschen können Sie sich gerne an das Team vom Kandidat:innen-Check wenden. Schreiben Sie dafür einfach eine Mail an kandidatencheck@wdr.de oder rufen sie uns an unter der Telefonnummer +49 (221) 220-1451 (werktags von 09.00 - 17.00 Uhr).

Stand: 31.05.2021, 09:43