Das Bild ziegt ein Lkw mit Heizöl.

Hohe Energiepreise: Auch Heizöl ist deutlich teurer geworden

Stand: 07.09.2022, 21:35 Uhr

Gas, Strom - die Energiepreise sind rasant noch oben geschnellt. Das gilt aber auch für Heizöl. Wer derzeit seinen Öltank auffüllen lässt, bekommt eine dicke Rechnung präsentiert.

Nicht nur die Preise für Gas und Strom sind explodiert. Auch Heizöl ist deutlich teurer geworden: Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in NRW hatte sich Heizöl im zurückliegenden August im Vergleich zum Vorjahresmonat um insgesamt fast 87 Prozent verteuert.

Ein Mann aus Monheim, der zu Hause eine Ölheizung hat, schilderte dem WDR folgende Situation: Im Juni 2022 habe er wegen der angespannten Energielage den Heizöl-Tank seines Hauses füllen lassen. Der Preis pro Liter habe 1,51 Euro betragen - bei 4.798 Liter habe er eine Summe von 7.244,98 Euro zahlen müssen. Noch im April sei ihm für einen Liter Heizöl 0,53 Euro berechnet worden. Der Preis habe sich also binnen zwei Monaten nahezu verdreifacht.

Ölheizungen droht mittelfristig das Aus

Dabei gilt der Sommer in normalen Zeiten als die beste Zeit, um Heizöltanks aufzufüllen. Der Preis für Heizöl ist regulär in der warmen Jahreszeit vergleichsweise niedrig und klettert dann zum Winter hin an. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Das Vergleichsportal Check24 weist aktuell für eine Lieferung von 100 Liter Heizöl in NRW bei einem Anbieter einen Preis von gut 179 Euro aus - das wären also bei einem Liter 1,79 Euro.

Ölheizungen sind in Deutschland weit verbreitet - jede vierte Wohnung wird damit im Winter erwärmt. Allerdings droht Ölheizungen mittelfristig das Aus: Die Installation reiner Ölheizungen wird in Deutschland ab 2026 verboten - damit will die Bundesregierung den Ausstoß von Treibhausgasen maßgeblich reduzieren.

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