WDR zur Sache: Der Missbrauch in Lügde - Was muss jetzt passieren?

WDR zur Sache: Der Missbrauch in Lügde - Was muss jetzt passieren?

Es ist ein monströses Verbrechen, das immer neue Fragen aufwirft: Im ost-westfälischen Lügde soll ein 56-jähriger Dauercamper mindestens 36 Kinder über Jahre hinweg missbraucht und dabei gefilmt haben. Außerdem gibt es 15 Verdachtsfälle.

Jugendamt und Polizei haben schwere Fehler gemacht, frühe Warnungen ignoriert oder falsch eingeschätzt. Die Ermittlungen liefen schleppend an, Akten wurden manipuliert, Beweismittel verschwanden - und die Opfer fürchten sogar, erneut aussagen zu müssen.

Talkrunde: Lehren aus dem Fall Lüdge

In der Sondersendung "WDR zur Sache" wird NRW-Innenminister Herbert Reul im Live-Gespräch Rede und Antwort stehen. In einer Talkrunde mit Opfer-Anwalt Peter Wüller, der Sozialwissenschaftlerin Kathinka Beckmann und dem ehemaligen Polizeidirektor Rainer Becker soll über die Lehren aus dem Fall Lügde diskutiert werden. Handelt es sich um einen Sonderfall oder einen Fehler im System? Wie können Behörden und Eltern die Kinder effektiver vor Missbrauch schützen?

Reportage aus der Ortschaft Lügde

Eine halbstündige Reportage aus der Ortschaft Lügde zeigt zudem, wie die Pflegeltern und Anwohner auf die Ereignisse reagieren. Was kann die Zivilgesellschaft tun, um solche Fälle künftig zu verhindern? Was heißt der Fall für andere Pflegefamilien? Im WDR-Interview geben der Hamelner Landrat Tjark Bartels und der Sonderermittler des LKA, Ingo Wünsch, einen Einblick in ihre Arbeit. Auch Angehörige der Missbrauchsopfer kommen zu Wort. Konkrete Lehren aus Lügde - sie werden von vielen Seiten gefordert.

Moderation: Ellen Ehni

Redaktion: Anja Bröker, Nicole Kohnert, Marc Steinhäuser, Male Stüssel, Gudrun Wolter

Stand: 03.04.2019, 12:24

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