Nationalpark Troodos-Gebirge

Blick über Wald auf bewaldete Gebirgskette

Nationalpark Troodos-Gebirge

Wanderungen im Nationalpark

Der größte Nationalpark auf Zypern erstreckt sich rund um den höchsten Berg der Insel, den Olympos - oder auch Olymp. Der Gipfel (1.952 m) ist ziemlich unansehnlich mit seinen halbmilitärischen Antennenanlagen, aber rundherum gibt es viele schöne Wandermöglichkeiten. Ein Hüttensystem wie in den Alpen gibt es zwar nicht; insofern ist eine mehrtägige Tour grundsätzlich etwas schwerer zu planen. Als kürzere Tour empfiehlt sich beispielsweise der Caledonia Trail. Er wurde in den letzten Jahren neu ausgeschildert und gesichert und führt an einem Bach aufwärts bis zum Caledonia Wasserfall. Je nach individuellem Tempo braucht man zwischen einer halben und einer Stunde.

Omodos

Omodos ist hier im Gebirge die touristische Hauptstadt - für Andrea Grießmann genau die richtige Mischung zwischen Authentizität und täglichem Massenbesuch. Eine Klosterkirche, schmale Gassen, kleine, zum Teil hervorragende Restaurants, kleine Handwerkerläden, in denen man landestypische Souvenirs kaufen kann. Und wer sich für eine Übernachtung entscheidet, hat die ganze Idylle spätestens ab 18 Uhr für sich alleine.

Blick von oben auf eine kleine Stadt inmitten von Hügeln

Omodos ist im Troodos-Gebirge die touristische Hauptstadt.

Kakopetria

Kakopetria im nördlichen Troodos-Gebirge erinnert ein bisschen an Omodos, aber hier ist es deutlich kühler als auf der südlichen Seite der Berge. Auch hier gibt es eine kleine Kirche, kleine Gassen, kleine Souvenirläden. Im Hochsommer kommen hier vor allem Zyprioten hin. Und das merkt man dann auch an den Hotelpreisen. Außerhalb der Saison unglaublich günstig, aber im August werden mancherorts „Messepreise“ aufgerufen.
Das inoffizielle Wahrzeichen von Kakopetria ist die alte Wassermühle, heute ein Hotel und Restaurant. Von da aus kann man an einem kleinen Bach entlang Wanderungen unternehmen.

Schmale Gasse zwischen Häusern mit Holzbalkonen

Kakopetria liegt im nördlichen Troodos-Gebirge.

Scheunendachkirchen

In der Nähe von Kakopetria liegen gleich drei der insgesamt zehn Scheunendachkirchen, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt worden sind. Diese Kirchen wurden so gebaut, dass sie nicht als Kirchen zu erkennen waren. Sie besitzen zum Beispiel keinen Glockenturm und sind eher schmucklose Gebäude mit kleinen Fenstern. So waren sie besser vor Religionsfeinden geschützt. Allerdings hatte diese unauffällige Bauweise auch die Folge, dass sie manchmal im Lauf der Jahrhunderte komplett in Vergessenheit gerieten und erst im 19. oder 20. Jahrhundert wieder entdeckt wurden. Man muss eintreten, um über die Fresken und Innenausstattung ins Staunen zu kommen.

Kleiner schmuckloser Kirchenbau aus Naturstein ohne Turm und mit einem Spitzdach

Die Kirche der Panagia Asinou befindet sich nahe der Ortschaft Nikitari.

Die kleine Waldkirche von Asinou, die Andrea Grießmann besucht, ist über und über mit Fresken aus dem zwölften bis vierzehnten Jahrhundert bemalt. Die Kapelle gehörte damals zu einem Kloster. Das Kloster ist Geschichte, nur die Scheunendachkirche hat die Jahrhunderte überlebt. Vielleicht, weil ihr Prunk nur auf den zweiten Blick sichtbar war. Die Kirchen sind generell täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Aber es ist immer hilfreich, vor Ort nochmal nachzufragen.

Mit Wandmalereien ausgestatteter Kirchenraum

Die Pracht der Kirche wird erst nach dem Betreten des Innenraumes sichtbar.

Weitere Informationen im Internet

Stand: 19.08.2018, 20:15