Willingen und der Ettelsberg

Willingen und der Ettelsberg

Der größte Teil des Sauerlands liegt im Süden Nordrhein-Westfalens. Aber es gibt auch einen hessischen Teil. Das ist das Gebiet am Rothaarsteig mit dem 837,7 Meter hohen Willinger Hausberg, dem Ettelsberg. Er ist nicht der höchste Berg des Sauerlands. Der Langenberg übertrumpft ihn um gut fünf Meter.

Blick aus der Seilbahn auf Berge, ein Dorf und eine verschneite Skipiste

Ein Blick aus der Ettelsberg-Seilbahn

Willingen und der Ettelsberg sind ein Zentrum des Wintersports. Zum Leidwesen aller Skifreunde, die in den Weihnachtsferien gern auf ihre Kosten kommen würden, ist der Ettelsberg im Dezember meist noch grün. Aber wie heute in vielen Wintersportorten üblich, behilft man sich auch in Willingen mit Schneekanonen. Schon im November stehen sie bereit, um die Schneeträume der Wintersportler möglichst früh zu erfüllen. Das dafür benötigte Wasser kommt durch kilometerlange Leitungen aus einem Gewässer in der Nähe des Gipfels, das aussieht wie ein idyllischer Bergsee. Über 50.000 Kubikmeter warten hier darauf „verschossen“ zu werden. Mit der künstlichen Beschneiung schafft man immerhin fast drei Monate gute Wintersportmöglichkeiten im hessischen „Upland“.

Tamina Kallert wirft einen Schneeball, im Hintergrund eine Seilbahn und bewaldete Hügellandschaft

Tamina Kallert im Schnee auf dem Ettelsberg

Schon 1910 kamen die ersten Wintersportler in diesen Skiort mit Tradition. Rund eine Million Übernachtungen zählt man hier pro Jahr. Der Willinger Skisprung-Weltcup auf der Mühlenkopfschanze im Januar ist ein Highlight des Skisports im Sauerland, das jedes Jahr viele Sportbegeisterte und Touristen anlockt.

Die 1.400 Meter lange Ettelsberg-Seilbahn fährt das ganze Jahr über und befördert Wanderer und Wintersportler komfortabel in Panoramakabinen von 590 auf 830 Meter Höhe. In der Nähe des Gipfels steht der 59 Meter hohe Hochheideturm, der beste Sicht auf die bewaldeten Hänge des Willinger Uplands, des Hochsauerlands und des Rothaargebirges bietet.

Glasbläser-Kunsthandwerk in Willingen

In der Willinger Glasmanufaktur können Besucher sich das uralte Handwerk der Glasmacher anschauen und miterleben, wie mundgeblasenes Glas hergestellt wird. Besonders interessant: Jeder Besucher kann mitmachen und mit der vor über 2.000 Jahren erfundenen Glasbläserpfeife seine persönliche Glaskugel herstellen.

Tamina Kallert schaut zwei Glasmachern bei der Arbeit zu

Tamina Kallert und die Glasmacher haben gemeinsam einen Schneemann produziert.

Das „Willinger Wintermärchen“

Willingen hat keinen klassischen Weihnachtsmarkt, beherbergt aber den größten Adventskalender des Sauerlands. Ab dem ersten Dezember wird jeden Tag eine der 24 Türen der romantischen Fachwerkkulisse geöffnet. Und jeden Tag gibt es neue Überraschungen für die Willinger und ihre Gäste: Mal kommt ein Zirkus mit Feuerspuckern und Jongleuren, mal gibt es eine Kutschfahrt durch das weihnachtlich geschmückte Willingen oder eine Fahrt mit der Ettelsbergbahn zu gewinnen.

Frau in Engelskostüm balanciert mit einem Regenschirm auf einem Seil vor Publikum

An jedem Tag im Advent locken neue Attraktionen beim „Willinger Wintermärchen“.

Weitere Informationen im Internet

Autorin: Jutta Brinkmann

Stand: 26.11.2017, 20:15