Musik im Sauerland

Musik im Sauerland

Das Sauerland ist das Land der 1.000 Berge, und die Sauerländer sind stolz darauf, ein eigener Menschenschlag zu sein. Angeblich braucht es für die Verständigung mit den „Einheimischen“ nur fünf Wörter: „Kär! Woll! Eh! Hömma! Und Sauerland“! So besingt die Sauerländer Kabarettgruppe „Twersbraken“ die sprachlichen Eigenheiten dieser Region am südlichen Rand Nordrhein-Westfalens. Unsere Winterreise führt uns zu den Christkindern auf den idyllischen Weihnachtsmärkten der Region, zu unvergesslichen Bergbesteigungen und Weihnachtsvergnügen, die es sonst nirgendwo gibt. Auf dem Programm stehen edle Genüsse, Lichterglanz und jede Menge Musik vor den tollsten Kulissen. Tamina Kallert begrüßt Sie zu Weihnachten im Sauerland.

Tamina Kallert spielt Geige in einem Proberaum mit zwei weiteren Musikern

Tamina Kallert bei der ersten Probe für das Weihnachtskonzert mit den Twersbraken

Die Weihnachtsshow der Sauerländer Kultgruppe „Twersbraken“

Tamina trifft in Eversberg die Sauerländer Kabarettgruppe „Twersbraken“, was auf Sauerländisch „Querkopf“ heißt. Der Name passt gut zu allen drei Bandmitgliedern: Jupp Sauerland, Teuerkes Friedel und Heuers Seiner. Sie haben Künstlernamen, die der alten Sauerländer Tradition folgen, Menschen nach ihren Häusern und Familien zu benennen. Die drei Musiker pflegen in ihren Liedern die sauerländische Sprache und unterziehen die Vorlieben und Eigenheiten „des Sauerländers“ einer humoristischen Analyse: Sie besingen die berüchtigten Schützenfeste ihres Landstrichs mit viel Humor und Sinn als Kontaktbörse und legen dabei nach eigenen Angaben ihre Erfahrungen als Schwerenöter, Herzensbrecher und Süßholzraspler zugrunde. Wenn sie auf der Bühne stehen, pflegen sie das typische Outfit des Sauerländers mit Lederknickerbocker und Schützenfestschlips. Die „Twersbraken“ geben Tamina Tipps für ihre Wunderschön-Reise durchs weihnachtliche Sauerland.

Bei unserem Besuch hatten die Twersbraken zum ersten Mal eine Weihnachtsshow geplant, für die sie dringend noch eine Geige in ihrem Arrangement benötigen. So baten sie Tamina Kallert, die schon seit ihren Kindertagen Geige spielt, mitzumachen.

Tamina Kallert mit dem Nikolaus und einem Musiker auf einer Bühne

Tamina Kallert mit dem Nikolaus und der Kabarett-Gruppe „Twersbraken“ bei der Weihnachtsshow 2016 in Eversberg.

„Nee, nee! Ich weiß es nicht“, so heißt das Stück über einen Weihnachtsbaum, das sie gemeinsam in der Weihnachtsshow aufführen. Das Konzert findet in Eversberg statt, im Kultur- und Bürgerzentrum „Markes Haus“ direkt am alten Rathaus.

Weihnachtskonzerte in der Iserlohner Dechenhöhle

Reiner Hänsch ist ein Musikerurgestein aus dem Sauerland und in Lethmathe, einem Stadtteil von Iserlohn aufgewachsen. Mit seiner 1979 gegründeten Band ZOFF gelang ihm 1983 der Neue Deutsche Welle-Hit „Sauerland“, der bis heute auf den Festen im Sauerland Kult ist: „Sauerland, mein Herz schlägt für das Sauerland“. Der Musiker und Buchautor, der heute in Norddeutschland lebt, zeigt uns die Dechenhöhle in seiner alten Heimat.

Reiner Hänsch und Tamina Kallert stehen mit anderen Personen in einer Höhle und applaudieren

Reiner Hänsch und Tamina Kallert beim weihnachtlichen Konzert in der Dechenhöhle

Diese Tropfsteinhöhle ist eine Attraktion für Besucher, die hier die besondere Atmosphäre einer Höhlenlandschaft mit phantastischen Tropfsteingebilden und glitzernden Kristallen erleben.1868 entdeckten Eisenbahnarbeiter die Dechenhöhle zufällig, als Ihnen ein Hammer in einen Felsspalt fiel, der sich als Zugang zur riesigen Tropfsteinhöhle entpuppte.

Zwei Musiker spielen in einer beleuchteten Höhle vor Publikum

Bei den Konzerten in der weihnachtlich geschmückten Dechenhöhle treten Musiker aus vielen Nationen auf.

Eine besondere Attraktion zur Weihnachtszeit sind die weihnachtlichen Führungen bei Kerzenschein und weihnachtlicher Musik. Die Weihnachtskonzerte unter Tage mit Musikern aus ganz Europa locken regelmäßig mehr als 4.000 Besucher an, die gerne auch das angegliederte Deutsche Höhlenmuseum besichtigen. Der Einlass erfolgt alle zehn Minuten, und die Führung dauert etwa 50 Minuten.

Weitere Informationen im Internet

Autorin: Jutta Brinkmann

Stand: 26.11.2017, 20:15